Schlagwörter
Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Tourismus, Wesenberg

„Es ist wichtig, das wir gemeinsam von den Momenten erzählen, die uns berühren, damit die Entdeckerlust geweckt wird, unser Land zu erkunden, Menschen kennenzulernen, sich verstehen und lachen, auf ganz unkomplizierte Art“, schreibt mir Annemarie Nickel. Sie hat nach einem Wochenende in der Kleinseenplatte einen kleinen Reisebericht verfasst. Urlaub hier lohnt sich immer, so das Fazit der Absenderin, der ich vom Tourismusverband empfohlen wurde. Für meine Heimat Mecklenburg tue ich so ziemlich alles, klar, dass ich da auch diese besondere Form der Werbung veröffentliche.
Land der 1000 Seen ist stets eine Reise wert
Freitag, es regnet, windig, kalt, wir sind in Richtung Mecklenburg unterwegs. Ich muss unbedingt für kleine Mädchen, in Rheinsberg kurz vor der Landesgrenze halten wir an, keine Toilette in Sicht. In einem Laden gefragt, keine Möglichkeit, ich verstehe die Verkäuferin, die sehr freundlich zu mir war. Voller Hoffnung steuert Jürgen in die Einfahrt zum Seehotel Rheinsberg. Ich renne rein, frage eine Urlauberin nach der Toilette, welch Glück. Danach gehe ich ganz entspannt zur Rezeption, lege zwei Euro hin, erzähle den beiden Damen davon, wir drei lachen, jetzt kann auch ich wieder lachen. Schnell flitze ich zum Auto zurück, wunderbar.
In Wesenberg besuchen wir Verwandte, wandern zum Ristorante „Da Giovanni“. Super nett, warm, gemütlich, gutes Essen, sehr zu empfehlen. Fünf Menschen verlassen glücklich das Restaurant. Danach noch Streuselkuchen zum Kaffee, den Conny gebacken hatte.
Im Strandhotel Mirow haben wir ein Zimmer gebucht. Angekommen, Auto geparkt, Tasche geschnappt, an der Rezeption steht „Bitte im Restaurant melden“. Dort empfängt uns eine wohlige Wärme, ein Pärchen checkt vor uns ein. Sie fragen nach der Sauna. Der Kellner sagt „bitte eine ½ Stunde vorher Bescheid sagen, dann wird sie angemacht“. Er erklärt sehr nett, auf eine entzückende Art, dass auf Grund der hohen Energiekosten die Sauna nur auf Wunsch angemacht wird. Wir sind begeistert, mit welcher Liebenswürdigkeit er diese wichtige, unumgängliche Sparmaßnahme rüberbringt. Verständnis und ein Schmunzeln zaubert er auf unsere Gesichter. Ein Mitarbeiter, der es so nett erklärt, wunderbar. Hier sind wir am richtigen Platz.
Einchecken, Zimmer warm und gemütlich, ins Restaurant zurück, wir werden platziert, bestellen. Der Kellner ist Klasse, er empfängt, kellnert, löst „Unebenheiten“ und hat für jeden Gast ein nettes Wort. Sehr gutes Essen, er hat mit seiner Mannschaft in der Küche alles in Griff, perfekt. Wir bezahlen, ein Dank an die Küche und ihn, dabei sage ich zu ihm, „dass Sie alle eine Bereicherung für uns Gäste und das Hotel sind“. Wir lachen miteinander, ein schöner Moment.
Morgens zum Frühstück, eine junge, ebenso nette Frau bedient uns alle, tolles Frühstück mit Blick auf den See. Wir schauen aus dem Fenster, die Paddelboote liegen für die kommende Saison bereit. Wir blicken uns in die Augen, Huh – jetzt einfach noch zu kalt zum Paddeln, doch die Ruder fest in unsere Hände nehmen, das haben wir gelernt. Na dann im Sommer unbedingt nochmal zu den 1000 Seen, das kommt auf unsere Gute-Laune-Liste. Wir sind begeistert von den liebenswerten Menschen, die uns unseren Kurztrip so angenehm wie möglich gemacht haben. Trotz Regen und Wind, zwei schöne Tage. Wirklich alles hat uns Freude gemacht. Danke dafür.
Auf unserer Rückfahrt im Radio das Lied von Geier Sturzflug „Eins kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Leben“. Magie! Passt zu unserem Kurzurlaub. Wir haben mitgesungen. Übrigens, unsere Beifahrerheizung war kaputt, schon auf der Hintour überraschend ausgefallen, dick eingemummelt, alle Schals und Jacken, zum Glück noch einen Wintermantel dabei, das alles in Benutzung, trotzdem Freude im Herzen über so viel Herzlichkeit, die uns sehr wärmte. Ja, Urlaub in Mecklenburg lohnt sich immer!

