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Foto: déjà-vu film

Jörg Herrmann, der Regisseur von „Sonntagskind – Die Schriftstellerin Helga Schubert“, kommt am 7. März um 19.30 Uhr zum Filmgespräch ins Fabrik.Kino Neustrelitz. Nachdem die Schriftstellerin Helga Schubert fast zwanzig Jahre nicht mehr publiziert hatte und ihr Leben als Autorin bereits für beendet hielt, gewann sie 2020 im Alter von 80 Jahren in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Der Dokumentarfilm begleitet die in Mecklenburg lebende Autorin und ausgebildete Psychologin über mehrere Monate hinweg. 

Die inzwischen 83-jährige Autorin lebt mit ihrem Mann, dem pflegebedürftigen Psychologieprofessor und Maler Johannes Helm zwischen Schwerin und Wismar. Sie brauche das Schreiben „immer noch sehr“, sagt sie, und dass sie nun „kleine Kunstwerke“ schaffen wolle; „nichts darf zufällig sein“. Das abgelegene Haus in Neu Meteln, das vor vielen Jahren dank der Vermittlung von Christa Wolf zu ihrem festen Wohnsitz wurde, ist in dem Dokumentarfilm „Sonntagskind“ von Jörg Herrmann Schauplatz ausführlicher Gespräche.

So rekapituliert die erzählfreudige Literatin und wache Chronistin wichtige biografische Stationen, von der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter über ihre Konflikte mit dem DDR-Regime bis hin zu ihrer politischen Aktivität während der Wende. Mit Archivaufnahmen und ausführlichen Interviews mit Helga Schubert und vielen ihrer WegbegleiterInnen wird ein langes, abwechslungsreiches Leben nachzeichnet.  

Horst Conradt vom Fabrik.Kino sagt dazu: „Ein sehenswertes und vielschichtiges Porträt, das sicher nach dem Film Ausgangspunkt sein kann für ein interessantes Gespräch mit dem Regisseur Jörg Herrmann, der sich auf das Neustrelitzer Publikum freut.“