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Das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Neustrelitz bekommt ein „Grünes Gewerbegebiet“ hinzugesellt. Foto: Stadtwerke

Die Stadtwerke Neustrelitz begrüßen, dass die umstrittene Gasumlage, die ab 1. Oktober erhoben werden sollte, vom Tisch ist und die Bundesregierung einen Abwehrschirm gespannt hat, um die Preise für Strom und Gas zu senken. „Unsere Hoffnung besteht nun darin, dass diese Maßnahmen konkretisiert werden und die Energiepreise somit für jeden bezahlbar bleiben“, betonen die Stadtwerke-Geschäftsführer Vincent Kokert und Frank Schmetzke in einer gemeinsamen Presserklärung.

„In der Unternehmensgeschichte der Neustrelitzer Stadtwerke ist ablesbar, dass wir als Grundversorger seit Jahrzehnten unsere Produkte zu stabilen Preisen anbieten.“ Diese Firmen-Philosophie soll auch in Zukunft so beibehalten werden. „Seit Jahren haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, einen Weg weg von fossilen Brennstoffen zu gehen“, so die Geschäftsführung.

Der Bau des Biomasse-Heizkraftwerkes war ein Meilenstein für die Stadtentwicklung. Das Kraftwerk liefert seit 2006 pro Jahr 63.000 MWh Wärme und 45.000 MWh Strom. Durch den Betrieb werden 14.577 Tonnen Kohlendioxidausstoß gegenüber konventionellen Produkten vermieden. Insgesamt werden durch das Biomassekraftwerk 74 Prozent des Wärmebedarfs von Neustrelitz abgedeckt. Strom wird nicht nur dort produziert, sondern auch von zwei Photovoltaik-Anlagen und einer Biogasanlage der Stadtwerke. Neustrelitz ist auf dem Weg zur Klimaneutralität, denn physikalisch ist die Stadt schon jetzt zu 90 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt. 

Grünes Gewerbegebiet entsteht am Biomasseheizkraftwerk

Die Entwicklung des Areals am Biomasseheizkraftwerk ist noch nicht zu Ende. Die Stadtvertreter haben jüngst dem Vorhaben zugestimmt, den Standort zu einem „Grünen Gewerbegebiet“ zu entwickeln. Künftig sollen dort bestehende erneuerbare Energieanlagen, die den Strom aus Biomasse und Sonne produzieren, mit neuen erneuerbaren Energieanlagen kombiniert werden. Weitere Photovoltaik- und zwei Windenergieanlagen sollen im Zuge dessen entstehen.

Unter www.stadtwerke-neustrelitz.de und in den Kundenzentren in der Strelitzer Straße 27 und in der Wilhelm-Stolte-Straße 90 (Telefon 03981 474-0 oder Mail vertrieb@stadtwerke-neustrelitz.de) gibt es Informationen, sobald die Maßnahmen der Energie-Preisbremsen seitens der Bundesregierung konkretisiert sind. Die Stadtwerke bitten um Verständnis, dass bisher noch keine Preisberechnungen unter Berücksichtigung der aktuellen Vorhaben vorgenommen werden können.