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Foto: RBB Müritz

Der mit 100.000 Euro dotierte erste Platz im Wettbewerb um Deutschlands beste Schulen geht in diesem Jahr in die Mecklenburgische Seenplatte: Das kreiseigene Regionale Berufliche Bildungszentrum (RBB) Müritz in Waren hat sich am 28. September in der Endrunde gegen die anderen Finalisten durchgesetzt. Den Hauptpreis überreichte Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger am Mittwoch in Berlin, und vertrat Bundekanzler Olaf Scholz, der wegen einer Corona-Erkrankung nicht vor Ort sein konnte.

„Wir sind hier als Team seit Jahren dabei, Berufsschule für unsere Auszubildenden immer besser zu machen, und wir sind auch als Team in diesen Wettbewerb gegangen“, so Dirk Rautmann, Leiter des Schulverwaltungsamtes Mecklenburgische Seenplatte. „Daher ist die Freude über den ersten Platz natürlich riesengroß, und es ist auch eine Botschaft in den Landkreis: Wir können Schule“.

Die Robert-Bosch-Stiftung GmbH vergibt den Deutschen Schulpreis seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land.

„Obwohl Fachpraxisunterricht in Mecklenburg-Vorpommern nicht vorgeschrieben ist, hat es die Schule geschafft, die praktische Arbeit in erheblichem Umfang in den Unterricht zu integrieren“, lobt Michael Schratz, Gründungsdekan der School of Education der Universität Innsbruck und Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises. Sogenannte „SimLabs“ (Simulationslabore) unterstützen diesen Praxisbezug. In der Holzwerkstatt, der Lehrküche oder dem Lehrrestaurant lernen die Schülerinnen und Schüler an oftmals moderneren Geräten als in den Betrieben.

Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Unterrichtsqualität“, „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.