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Foto: DBK Neubrandenburg

Angesichts von extremen Preissteigerungen und der Corona-Fallzahlen brauchen die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern einen kurzfristigen Inflationsausgleich. Auch im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg machen sich die gestiegenen Sachkosten, die Kostenexplosion bei den Energiepreisen und die daraus resultierende Inflation längst bemerkbar.

„Zwar haben wir für das Jahr 2022 noch Festpreisverträge für Energie, jedoch bemerken wir bereits, dass Zulieferer ihre erhöhten Energiepreise an uns weiterreichen. Die massiven Preissteigerungen, insbesondere in den Bereichen Energie, Medizinprodukte, ausgelagerte Wäschereien und Speiseversorgung bringen das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum zunehmend an seine wirtschaftliche Belastungsgrenze“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zurzeit sei ein Kostenanstieg von mindestens 10 Prozent zu verzeichnen. Hier seien steigende Personal- und Energiekosten noch nicht berücksichtigt. „Für die Zukunft fehlt uns jede Planungssicherheit. Die Kosten sind zunehmend nicht mehr zu bewältigen, da die Fallpauschalen und der Landesbasisfallwert nicht kurzfristig angepasst werden. Dazu kommt, dass die gesetzlichen Corona-Ausgleichszahlungen und -Versorgungszuschläge bereits zum 18. April bzw. 30. Juni 2022 ersatzlos ausgelaufen sind“, heißt es weiter.

Aktuell werden im Klinikum 44 Corona-positive Patientinnen
und Patienten behandelt. Den Aufwand für Hygienemaßnahmen, Isolation usw. – egal ob personeller Aufwand oder materieller Aufwand – muss das Krankenhaus seit dem Auslaufen der Zahlungen allein tragen. In dem Statement heißt es zusammenfassend: „Sollten wir gezwungen sein, aufgrund der Infektionslage im Herbst und Winter erneut Eingriffe verschieben und Stationen zusammenlegen zu müssen, wird sich die Situation unseres Krankenhauses weiter verschärfen.“