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An der Neuruppiner Seepromenade liegen Licht und Schatten dicht beieinander. Dieser Tage gönnten wir uns wieder einmal einen Ausflug an die schönste Seite der Fontanestadt und wurden zunächst enttäuscht. Eigentlich wollten wir in die „Seewirtschaft“ einkehren. Hier hatten wir vor Jahr und Tag ein leckeres Süppchen genossen, das samt Restaurant Appetit auf Wiederkehr und dann mehr Schnabulieren gemacht hatte. Leider standen wir vor einer Information nach Corona mit dem launigen Beginn, es komme erstens anders, und zweitens, als man denkt. Die Gaststätte bleibe weiter geschlossen. Genaueres war nicht zu erfahren. Auf jeden Fall ein beklagenswerter Verlust.

Ein paar Schritte die Promenade hinunter sind wir dann aber auf das „Alte Kasino“ gestoßen und wurden für den Fehlstart mehr als entschädigt. Service ohne Fehl und Tadel, angenehmes Sitzen drinnen wie draußen, und was aufgetischt wurde, hat uns geradezu frohlocken lassen. Die Holde freute sich über eine Fitness-Bowl: knackige Blattsalate, rote Zwiebeln, Walnüsse, Zwiebellauch, Früchte, Gemüsefritten aus Karotte und Pastinake sowie sautierte Champignons. Dazu wurden Beeren-Balsamico und mit jeder Menge Kräutern versetztes Fontane-Öl gereicht, beides aus eigener Produktion.

Mir haben die Spargel-Tagliarini mit Mango, Curry, Chili, Spinat und Kirschtomaten die Mundwinkel nach oben getrieben. Zuvor hatte ich mir ganz Ossi noch eine Soljanka kommen lassen, da ist landauf, landab auch nicht eine wie die andere. Fazit: In der Kasino-Küche beherrschen sie ihr Handwerk. Das Restaurant ist unbedingt anzupreisen.

Sogar mit dem unten abgebildeten Fundstück für die Strelitzius-Sammlung konnte das gastfreundliche Haus aufwarten. Humor haben die auch noch!