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Bereits am 17. Mai erhielt eine 62-jährige Frau aus Waren (Müritz) eine WhatsApp in welcher ein unbekannter Tatverdächtiger sich als Sohn der Anzeigenerstatterin ausgab. Zunächst verlief der Betrug nach der bereits bekannten Masche. Das alte Handy sei kaputt und das sei die neue Nummer, die auch gleich eingespeichert werden könne. Im Verlauf des Chats wurden dann finanzielle Probleme vorgetragen. Der angebliche Sohn könne dringende Überweisungen aufgrund des neuen Handys nicht vornehmen.

Die Frau nahm für ihren angeblichen Sohn zwei Überweisungen in Höhe von 4.700 Euro vor. Als weitere Geldforderungen gestellt wurden, im Chat zunehmend Rechtschreibfehler auftraten und zur Sie-Anrede gewechselt wurde, wurde die 62-Jährige misstrauisch. Immer wieder forderte sie ihren „Sohn“ auf, sie anzurufen und fragte mehrfach, mit wem sie tatsächlich in Kontakt stehe.

Hier änderten die Betrüger ihre Masche. Es ist das erste Mal, dass so ein Fall bekannt geworden ist. Plötzlich hieß es, dass die Geschädigte weiteres Geld überweisen müsse, wenn sie ihren Sohn wiedersehen wolle. Er befände sich in Gewalt der Unbekannten und würde geschlagen werden, wenn sie nicht sofort die Überweisungen vornehmen und ein Bild davon schicken würde

Daraufhin entschied sich die die Geschädigte zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten. Durch die sofortige Information der Bank konnte das bereits überwiesene Geld zurückgeholt werden.