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Ab Montag, dem 2. Mai, werden im Kiefernheidecenter Neustrelitz in der Karbe-Wagner-Straße 28 keine Möbelspenden für die Ukrainehilfe mehr entgegengenommen. Es wird davon ausgegangen, dass die bisherigen Spenden und das private Spendenaufkommen zurzeit ausreichen, um Wohnungen für geflüchtete Menschen in Neustrelitz auszustatten.

In den vergangenen Wochen waren viele Möbelspenden angekommen. Auch die ehemalige Möbelbörse der IPSE GmbH konnte für die Erstausstattung genutzt werden. Insgesamt gab es 120 private Möbelspenden, die direkt in Wohnungen transportiert wurden und werden. Bisher wurde mit Hilfe der ehrenamtlichen Koordinatoren rund die Hälfe abgearbeitet. Unternehmen aus der Stadt, der Landkreis, soziale Träger und das THW unterstützen durch ihre Transportkapazitäten.

Bürgermeister dankt für Bereitstellung von Wohnraum

Für die Flüchtlinge stehen rund 50 Wohnungen über die Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft neuwo und die MWG Neustrelitz bereit. Viele Geflüchtete haben außerdem Unterkunft in privaten Wohnungen oder Ferienwohnungen gefunden. „Wir bedanken uns bei allen, die Wohnungen zur Verfügung stellen. Danke auch an unsere Freiwillige Feuerwehr, die die Annahmetage im Kiefernheidecenter ermöglicht hat, und den Eigentümer, der die Flächen unentgeltlich zur Verfügung stellt. Die Spendenbereitschaft und die Hilfsbereitschaft der vielen Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in unserer Stadt ist wirklich enorm. Es ist überall erkennbar, wie gut die Hilfe auf freiwilliger Basis bei uns funktioniert“, sagt der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund.

Bundesminister zollt Netzwerk Anerkennung

Was in Neustrelitz in der Ukraine-Hilfemithilfe des Vereinsnetzwerkes EiNZ ehrenamtlich geleistet wird, findet auch die Anerkennung des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir (Grüne), der zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt ist. Nach seinem Besuch am 30. März in Neustrelitz, bei dem er sich mit Helferinnen und Helfern traf, schrieb Cem Özdemir an Bürgermeister Andreas Grund: „Ich bin sehr beeindruckt, wie warmherzig die ukrainischen Geflüchteten in Ihrer Stadt aufgenommen werden und wie gut und vertrauensvoll Zivilgesellschaft und staatliche Strukturen in der Flüchtlingshilfe zusammenwirken. Neustrelitz ist ein wunderbares Beispiel für gelebte Willkommenskultur in den ländlichen Räumen. Auch dafür sage ich Danke.“

Wöchentliche Ausgabetage für Hilfsgüter

Ab 3. Mai 2022 finden jeweils dienstags von 9 bis 12 Uhr Ausgabetage für Hilfsgüter in der Karbe-Wagner-Straße 28 statt.  Auch diese Zeiten werden ehrenamtlich organisiert. Ein Team aus mehreren Helferinnen hat gespendetes Wohnungsinventar zusammengestellt, das die Erstausstattung der Wohnungen ergänzen soll. Dank der großen Hilfewelle sind unter anderem Bettwäsche, Handtücher, Lampen, Spiegel, Elektroartikel, Geschirr, Kleidung und anderes mehr vorhanden. Damit können Geflüchtete weitere Ausstattungen für den täglichen Bedarf erhalten, die sie benötigen.

Familienbetreuer unterstützen

In Neustrelitz haben sich rund 70 Einwohnerinnen und Einwohner bereit erklärt, als Familienhelfer zu wirken. Für sie fanden bereits zwei Informationsabende statt. Außerdem wurde jetzt ein ehrenamtlicher Koordinator gefunden. Die Familienhelfer können sich mit einem Legitimationsschreiben der Stadt in ukrainischer und in deutscher Sprache ausweisen. Sie möchten Flüchtlingsfamilien bei der Integration zur Seite stehen. Sie helfen zum Beispiel bei der Organisation des Besuches von Schule oder Kita, bei der Anmeldung zu Sprachkursen bis hin zu Arbeitssuche. Mit dieser persönlichen Eins-zu-eins-Betreuung sollen die Hilfsprogramme des Staates genutzt und kommuniziert werden.

„Wichtig ist es, die Sprachbarriere zu überwinden. Wir freuen uns, dass sich Menschen melden, die ukrainisch oder russisch sprechen und damit die Familienhelfer unterstützen können“, sagt Bürgermeister Andreas Grund.