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Der Kreisfeuerwehrverband der Mecklenburgischen Seenplatte hat seine kleine Beitragsserie zum Wirken der Kameradinnen und Kameraden (Strelitzius berichtete) fortgesetzt. Unter der Überschrift „Feuerwehr – retten – löschen – schützen – bergen“ geht Norbert Rieger vom Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit diesmal der Frage nach, ob Feuerwehrleute tatsächlich Helden sind.

Diese Frage sollte jeder für sich beantworten. In der Folge will ich dazu lediglich ein paar Gedanken äußern, die hoffentlich zum weiteren Nachdenken anregen oder provozieren. Meine Gedanken können/sollen keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Gerade in der aktuellen Wirkung einer Großschadenlage wie z.B. Hochwasser, Waldbrände usw. werden die Einsatzkräfte gern als Helden bezeichnet und bekommen kurzzeitig die Aufmerksamkeit der Medien, der Politik und der Bevölkerung.

Was ist ein Held? – Dazu gibt es im Internet die verschiedensten Definitionen:

a)  Ein Held oder eine Heldin sind jemand, der etwas Besonderes getan hat. Helden zeigen großen Mut oder opfern sich gar für andere Menschen. Oft sind sie außerdem besonders stark oder klug.

b) …(Mythologie) durch große und kühne Taten besonders in Kampf und Krieg sich auszeichnender Mann edler Abkunft, um den Mythen und Sagen entstanden sind („Die Helden des klassischen Altertums, der germanischen Sage“).

c)  … jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt („Die von den schweren Rettungsarbeiten Heimkehrenden wurden als Helden gefeiert“)

Wer sich als Held sieht und das für sein Ego oder seine Motivation braucht, der soll es auch weiterhin so halten. Ich selbst bin der Meinung, dass wir keine Helden sind, auch wenn einzelne in besonderen Situationen über sich hinaus wachsen und somit persönliche „Heldentaten“ vollbringen. Damit meine ich solche Taten, die in der Allgemeinheit nicht als Heldentat angesehen werden, weil „normal“, aber für den Einzelnen ist es etwas Besonderes.

Die Frauen und Männer in den Feuerwehren sind „normale“ Menschen, der Querschnitt der Gesellschaft, die sich mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten im Ehrenamt einbringen. Nicht jeder kann beispielsweise Atemschutzgeräteträger werden, und trotzdem leistet er wertvolle Arbeit. Die Summe dieser unterschiedlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten macht die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr aus. Wer sich in der Feuerwehr engagieren möchte, muss den fachlichen und persönlichen Anforderungen entsprechen. Die Hanseatische Unfallkasse Nord (HFUK-Nord), unser Versicherungsträger, hat dazu bereits vor Jahren eine Matrix erarbeitet, aus der hervorgeht, wer mit welchen Voraussetzungen welche Tätigkeiten in der Feuerwehr leisten kann. So können sich auch Menschen mit Handicap einbringen, die z.B. in der Technikbetreuung, in der Dokumentation oder in der Logistik hervorragende Arbeit und Hilfe leisten können.

Beispiel: Eine Führungskraft wird leider viel zu oft mit administrativen Dingen belastet. Dabei kann er durch einen anderen Kameraden entlastet werden, indem dieser z.B. das digitale Verwaltungsprogramm pflegt und andere organisatorische Dinge erledigt.  

Am Ende komme ich zu der Behauptung: „Jeder kann Feuerwehr!“

Auf jeden Fall sind wir den Frauen und Männern in der Feuerwehr sehr dankbar, dass sie diese bedeutsame Tätigkeit im Ehrenamt neben Beruf, Familie, Hobby usw. ausüben.

Nein, die Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr sitzen nicht den ganzen Tag im Gerätehaus, sie werden durch die Sirene und/oder per „Digitalem Meldempfänger“ alarmiert und begeben sich dann schnellstens zum Gerätehaus.

Teil 3 „Feuerwehr ist Zusammenhalt“ der Serie wird demnächst hier im Blog veröffentlicht. Wer noch Fragen hat oder sich engagieren möchte, kann sich bei seiner Feuerwehr oder im Kreisfeuerwehrverband MSE melden.