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„Fünf Wochen nach Start unseres Funklochmelders wurde zum vergangenen Wochenende das 10 000. Funkloch gemeldet. Häufungen sind auffällig. Es gibt zahlreiche Regionen in unserem Land, in denen knapp zwanzig Jahre nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen nicht einmal Mobilfunk der zweiten Generation (Edge) verfügbar ist“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Vincent Kokert zum Ergebnis seiner gemeinsam mit dem Fraktionskollegen Wolfgang Waldmüller initiierten Aktion (Strelitzius berichtete). Diese neuralgischen Punkte würden wir nun mit Messwagen abgefahren, um belastbare Daten zu bekommen. Ziel sei es, zu ermitteln, wo endlich ein Funkmast aufgestellt werden müsse. „Wir stehen hier nicht vor unlösbaren Aufgaben. Ein Erkenntnisdefizit gibt es nicht: In unserem Land stehen zu wenige Masten“, betonte Kokert.

Die vielen gemeldeten Funklöcher seien bereits zum Gegenstand der ersten Landtagssitzung im neuen Jahr gemacht worden. Der Landtag habe sich der Initiative einstimmig angeschlossen. „In seltener Einmütigkeit hat sich das Parlament für flächendeckenden Mobilfunk als einen Aspekt der Daseinsvorsorge ausgesprochen. Folgerichtig ist dort, wo ein Flächenbezug mit marktwirtschaftlichen Mitteln nicht zu erreichen ist, auch der Staat gefordert“, so der CDU-Politiker. Die Landesregierung sei daher beauftragt worden, sich bundespolitisch für die Möglichkeit rechtssicheren Roamings einzusetzen – als „Erste-Hilfe-Maßnahme“.