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Foto: Hans-Peter Hafemeister

In der Nacht vom 22. zum 23. Dezember vergangenen Jahres sind vom Friedhof in Voßwinkel zwei eiserne Grabkreuze entwendet worden. In diesem Zusammenhang hat sich der Bürgermeister der Gemeinde Userin, Axel Malonek, jetzt auch über den Strelitzius Blog an die Öffentlichkeit gewandt.

„Welche Absicht verfolgen der oder die Täter? Der Materialwert dürfte sich im Cent-Bereich bewegen, der ideelle Schaden für die Einwohner von Voßwinkel ist hingegen nicht zu ermessen“, schreibt mir Axel Malonek. Er bittet darum, sofort die Polizei zu verständigen, sollten die Kreuze irgendwo wieder auftauchen. Sollten der oder die Täter diese Zeilen lesen, „geht in euch und legt die Kreuze einfach wieder auf dem Friedhof ab“, appelliert der Bürgermeister.

Der Voßwinkeler Hans-Peter Hafemeister hatte bereits 2017 eindrucksvolle Worte für den Friedhof des Dörfchens gefunden. „Der Voßwinkler Gottesacker ist wegen seiner Lage, seiner historischen Grabkreuze, der gepflegten Grabstellen und nicht zuletzt  wegen seiner mächtigen Eichen ein besonders ehrwürdiger Ort. Jeder Gast erweist den Toten seine Referenz, bevor er das Dorf betritt.

Hans-Peter Hafemeister weiter: Für die Voßwinkler ist ihr Friedhof darüber hinaus eine Stätte der Begegnung. Hier treffen sie sich bei der Pflege der Gräber und zweimal jährlich bei der Instandsetzung der Anlage. Bei aller Fröhlichkeit mahnt die Stätte an die Vergänglichkeit des Daseins. In unserer bizarren Gegenwart unterliegen wir einem kaum nachvollziehbaren Wandel unserer Lebensumstände. Unser Friedhof ist  unsere Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft.“

Hinweise zu dem Diebstahl nimmt die Polizei in Neustrelitz unter der Telefonnummer 03981 2580 entgegen.