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Das große Festkonzert zum 285. Gründungstag von Neustrelitz hat  gehalten, was es versprochen hat. Rund 2000 Besucher erlebten am Sonntagnachmittag auf dem Schlossberg einen mitreißenden Auftritt der Jugendorchester aus Schwäbisch Hall, Tschaikowski, Szczecinek und Neustrelitz.

Kein Ding: Johannes Groh (Zweiter von rechts) spielt mal eben im Orchester aus Szczecinek mit, bevor er dann selbst dirigiert.

Beim beeindruckenden Finale nach der Pause standen rund 100 Musiker unter der Leitung von Johannes Groh auf der Bühne, die kaum Zeit gehabt hatten miteinander zu proben. Trotzdem lieferten sie ein Klangerlebnis ab, das die Menschen auf und neben der Tribüne zu Recht mit Jubelrufen und Applaus honorierten. Die jungen Künstler waren bei ihrer musikalischen Reise von der Klassik bis zum Rock besonders gefordert, sorgte der böige Wind doch immer wieder für verwehte Notenblätter und gemeinsam mit der Sonne für immer wieder verstimmte Instrumente. Aber, selbst Petrus konnte sich dem Zauber auf der Bühne nicht entziehen, es blieb wenigstens trocken.

Mit dem Konzert, das auch dem Jubiläum 200 Jahre Stadtblume Strelitzie gewidmet war, wurden zugleich die runden Geburtstage der vier Städtepartnerschaften gewürdigt. Eine besondere Überraschung widerfuhr den Leitern der Jugendorchester aus Szczecinek und Neustrelitz, Tomasz Gilka und Johannes Groh. Für die jahrelange Zusammenarbeit beider Klangkörper und ihre Verdienste dabei wurden die Kollegen auf Vorschlag der Stadt Neustrelitz mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises ausgezeichnet. Was den polnischen Musiklehrer angeht, so ist noch nie ein Ehrenamtler vom Landkreis mit dem Preis bedacht worden, der nicht in der Seenplatte lebt. Also eine echte Premiere! Die Würdigung nahmen Kreistagspräsident Thomas Diener und Vizelandrat Thomas Müller vor.

Bürgermeister Andreas Grund hob das Engagement der kommunalen Tochterunternehmen Stadtwerke Neustrelitz und Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (neuwo) bei der Organisation des musikalischen Höhepunkts und des attraktiven Rahmenprogramms für die angereisten Delegationen hervor (Strelitzius berichtete). Er dankte auch dem Gymnasium Carolinum mit seinem Schulleiter Henry Tesch, das die Jugendlichen aus den Partnerstädten für die Dauer ihres Aufenthalts untergebracht hat. An der Seite des Neustrelitzer Stadtoberhaupts bei der Aufführung auf dem Schlossberg der Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall, Hermann-Josef Pelgrim.