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Am 13. April um 19 Uhr lädt das Regionalmuseum Neubrandenburg zu einer neuen StattbILD-Runde ins Franziskanerkloster ein. Vorgestellt werden die archäologischen und anthropologischen Forschungsergebnisse zum historischen innerstädtischen Friedhof auf der Fläche der Poststraße, gegenüber vom Franziskanerkloster. Wissenschaftler berichten über Neuigkeiten zum Kriminalfall Götterich von 1770 in der späteren „Herberge zum Halbmond“.

Die Gesprächspartner: Peter Maubach vom Neubrandenburger Museumsverein, der beste Kenner der Akten zum Kriminalfall von 1770 und Stefan Rahde, Archäologe und Ausgrabungsleiter der geplanten Bebauungsfläche sowie die Anthropologin Dr. Bettina Jungklaus.  Zu Gast ist ebenfalls der Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. Thematisiert wird auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Archäologischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern und dem Regionalmuseum Neubrandenburg. Es wird über künftige gemeinsame Vorhaben informiert.

Kleine Ausstellung wird eröffnet

Gäste des Abends dürfen sich auf die Eröffnung einer kleinen Kabinett-Ausstellung mit Funden der Ausgrabungsfläche in der Poststraße freuen. Das Franziskanerkloster präsentiert diese bis zum 27. Mai. Aufgrund der großen Nachfrage ist die Kriminalgeschichte von 1770 nochmals in der Schriftenreihe des Regionalmuseums aufgelegt worden, erweitert um Beiträge zu den neuesten Erkenntnissen. Diese Exemplare werden in der Veranstaltung erstmals angeboten. Für Museumsvereinsmitglieder ist der Eintritt frei.

Auf dem Friedhof Poststraße waren auch die Opfer eines historischen Kriminalfalls bestattet worden. Die Witwe Hoffmann war mit ihren drei Kindern in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1770 durch eine Vielzahl von Axthieben ermordet worden. Als Täterin wurde schnell Dorothea Götterich ausgemacht, als Motiv Habgier gepaart mit soziopathischem Verhalten festgestellt. Das Urteil, Tod durch Rädern, zog sich für die Delinquentin grausam in die Länge.