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Von meinem vor etlichen Jahren mit großen kulinarischen Ambitionen im Garten angelegten Kräuterbeet ist nicht viel geblieben. Erst mit Eintritt in die Rente wird es wohl eine Auferstehung erleben, bis dahin herrscht Pflegenotstand. Der Minze allerdings muss man lassen, dass sie echte Überlebenskünste an den Tag gelegt hat. Zur Belohnung darf sie auch hin und wieder in meiner Küche ein Gastspiel geben. Wie gestern, wo sie einer Pastasauce den letzten Pfiff gegeben hat.

Ich habe vier Fleischtomaten kleingewürfelt und das auch mit 500 Gramm Thunfisch getan. Dazu wurden drei Knoblauchzehen fein gehackt. Der Knobi wurde in zwei Esslöffeln Olivenöl sanft angedünstet, dann kam der Fisch dazu, den ich von allen Seiten kurz angebraten habe. Nach etwa vier Minuten habe ich die Tomatenwürfel in die Pfanne rutschen lassen, 50 Milliliter trockenen Weißweins aufgegossen, kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die Fisch-Sauce hat fünf Minuten sanfte Hitze bekommen. Dann habe ich zwei Esslöffel gehackte Minze hinzugetan, noch mal aufkochen lassen, und der wichtigste Part war auch schon erledigt.

Unterdessen wurden 500 Gramm Tagliatelle bissfest gegart. Die Nudeln auf den Teller bringen, mit der Sauce übergießen, noch etwas Parmesan einstreuen und das Weißweinglas heben, denn in der Flasche war noch einiges übrig. Man muss sich ja nicht stundenlang in der Küche aufhalten, wie dieses leckere Gericht unzweifelhaft beweist. Buon appetito!