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Rohrdommel und Wanderfalke sind selten geworden, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Deswegen ist es eine gute Nachricht, die heute aus dem Nationalparkamt Müritz in Hohenzieritz kommt. In den vergangenen Wochen hat das Amt mit ehrenamtlichen Helfern der Fachgruppe Ornithologie des Naturschutzbundes und Anwohnern die Bestände bei beiden Vogelarten überprüft.
Während einer Zählung konnten 25 rufende Rohrdommel-Männchen erfasst werden. Der Vergleich mit Daten eines zweiten Zähltermins ergab, dass mindestens 14 Brutreviere im Müritz-Nationalpark besetzt sind. Die Rohrdommel findet hier ideale Lebensbedingungen. Die scheue Reiherart benötigt zur Nahrungssuche und Brut ausgedehnte Schilfflächen in naturnahen und ungestörten Gewässern.
Auch die Bestände des Wanderfalken sind weiterhin stabil. Insgesamt wurden in diesem Jahr zehn Jungtiere gezählt. Damit beheimatet der Müritz-Nationalpark rund ein Fünftel der gesamten Population in Mecklenburg-Vorpommern. Noch in den 1970-er Jahren galt die Art in Nord-Ostdeutschland als ausgestorben. Durch ein landesweites Wiederansiedlungsprojekt gelang für diese Art 2001 der erste Nachweis im Schutzgebiet.
„Der Nationalpark spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt“, betont Artenschutzexperte Volker Spicher. „Natur braucht freie Räume in denen sie sich ohne menschliche Einflüsse entwickeln kann. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Schutzmaßnahmen nach dem Motto ‚Natur Natur sein lassen‘ zum Erfolg führen.“
