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Da haben sich die Bauleute aber kräftig vermessen! Was eigentlich eine Aus- und Einstiegshilfe für Kanuten werden sollte, präsentiert sich nun bei Klein Quassow an der Havel mehr als Kaimauer. Mit der entsprechenden Höhe, versteht sich.

Eigentlich wird bei Paddlern ein Höhenunterschied von zehn Zentimetern angesetzt, der zu überwinden ist, war von Manja Kraatz zu erfahren. Ihre Mutter Eveline Bonebold ist Chefin des Landhotels am Labussee, das den Anleger in Auftrag gegeben hatte. Die Wasserbaufirma aus Canow habe hingegen von vornherein
30 Zentimeter veranschlagt und sich davon auch nicht abbringen lassen. Da der Bau bei hohem Wasserstand vonstatten gegangen sei, werde demnächst der halbe Meter Differenz erreicht. „Und irgendwann bräuchte es dann vermutlich einen Klimmzug, um aus dem Boot zu kommen“, spitzte Manja Kraatz zu.

Die Kanuten wissen sich zu helfen. Sie ignorieren das neue Bauwerk und steigen weiter an der alten Stelle direkt an der Havelbrücke ein und aus. Da ist das Ufer zwar unbefestigt, aber vergleichsweise bequemer zu erreichen und zu verlassen. Laut Manja Bonebold will ihre Familie jetzt auf Rückbau der Kaimauer drängen.