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Um im Bild meines Blogs zu bleiben: Nach dem ersten Sargnagel durch den Kreistag Seenplatte in Sachen Beerdigung des hiesigen Mehrspartentheaters ist nun auch der zweite eingeschlagen worden. Die Neubrandenburger Stadtvertretung hat sich in einem weiteren Anlauf mehrheitlich für das Fusionsmodell der Landesregierung entschieden. Nur die Linken votierten dagegen.

Was nicht wirklich eine Überraschung ist. Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte ja nach dem aus seiner Sicht missglückten ersten Votum seine wankelmütigen Genossen in der Viertorestadt auf Vordermann gebracht. So stand bereits vor der heutigen Sitzung die Neubrandenburger Koalition aus SPD und CDU pro sogenanntes Staatstheater Nordost. Und die „Bauchschmerzen“ einzelner Abgeordneter – geschenkt! Der frischgebackene Oberbürgermeister Silvio Witt, unlängst Zaungast bei der Stadtvertretersitzung in Neustrelitz, hatte kurz vor der Sitzung der Neubrandenburger Abgeordneten an seinen Amtseid erinnert. Er habe Schaden von der Viertorestadt abzuwenden. Da eine Insolvenz der Theater und Orchester GmbH drohe, sei er für die Fusion als einzige Alternative aus seiner Sicht.

Damit bleiben die Neustrelitzer „Gallier“ allein, wie sie in Anlehnung an Asterix und Obelix von einer Berufskollegin getauft wurden. Sie wollen ja bekanntlich im Mai erneut über die Theatermodelle beraten, nachdem keines der beiden eine Mehrheit gefunden hatte, das von Brodkorb aber deutlich abgelehnt worden war. Es bleibt also spannend, zumal inzwischen durchgesickert ist, dass die Residenzstädter auch einen Alleingang prüfen. Was wahnwitzig klingt angesichts der horrenden Kosten, aber man wird ja noch träumen dürfen!