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Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hat von den Neustrelitzer Stadtvertretern eine klare Abfuhr erhalten. Mit übergroßer Mehrheit stimmten die Volksvertreter am Donnerstagabend gegen das von Schwerin favorisierte Theater-Fusionsmodell. In einer zweiten Abstimmung scheiterte aber auch ein Antrag, die Eigenständigkeit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG) zu bewahren, wenn auch nur knapp. Das Tauziehen geht also weiter.

Nach Angaben von Theater-Netzwerkern verfolgten rund 200 Zuschauer die Debatte. Die Aktivisten haben mit einer Online-Petition 15963 Unterschriften für den Erhalt aller produzierenden Sparten der TOG gesammelt.

Nun steht noch das Votum aus Neubrandenburg aus. Dort tagte am Abend der städtische Finanzausschuss, um unter anderem eine Empfehlung für die Stadtvertretung zur Theaterzukunft zu geben. Das Stadtparlament hat seine Sondersitzung zu dem Thema auf kommende Woche verschoben. In einer ersten Sitzung war auch in der Viertorestadt kein Beschluss zustande gekommen, worauf der Kultusminister hinter den Kulissen interveniert hatte. Der Kreistag Seenplatte hat sich bereits für das Fusionsmodell ausgesprochen.