Trotz des erneuten Wasserschadens in der Halle durfte der PSV Neustrelitz sein letztes Heimspiel der Saison am Samstagabend noch austragen.
Nur etwa drei Monate nach der Wiedereröffnung nach mehr als zwei Jahren Schließung zur Schadensbeseitigung und Teilsanierung macht die größte Sporthalle der Stadt Neustrelitz erneut Sorgen. Das teilt Bürgermeister Andreas Grund mit. Die Hallenwarte hatten am Freitagabend in der Strelitzhalle Feuchtigkeitsschäden im Bereich der Fußleisten in einigen Umkleiden, Sanitär- und Fitnessräumen festgestellt und daraufhin die Verantwortlichen der Stadt informiert.
Die Spieler Paul Sprung, Daniel Zastrau, Oliver Heß, Tom Orzelski, Jesco und Jacob Genzmer (von links), flankiert von den Sportlichen Leitern Marc Lessing (rechts) und Sven Gröhe (links) sowie der Marketing-Verantwortlichen Luisa Noack.
Auf drei Säulen ruht der Erfolg der 1. Männermannschaft des PSV Neustrelitz in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord. Das hat seitens des Abteilungsvorstandes Patrick Scholz beim gestrigen Sponsoren-Spieler-Abend in der Strelitzhalle vor mehr als 100 Gästen betont. „Schön, dass wir wieder hier sein dürfen.“ Allen voran dankte er den Sponsoren, die das Team auch in für den Verein wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Leben erhalten haben. Scholz erinnerte an die Jahre der Pandemie, aber auch an den Exodus aus dem Volleyball-Tempel am Glambecker See nach dem Wassereinbruch im August 2022 in Folge von Starkregen. In diesem Zusammenhang hob das Vorstandsmitglied die große Unterstützung der Bundespolizei hervor, die der Truppe sportliches Obdach gewährt hat.
Max Odebrecht (links) und Patrick Scholz
Als zweite Säule benannte der Redner die Mannschaft hinter der Mannschaft, das Orga-Team, das auch unter den veränderten Bedingungen unverdrossen dafür gesorgt hat, dass die Heimspiele der Bundesligisten perfekt ablaufen und zum Erlebnis für die Zuschauer werden. Besonders gefordert worden seien die Helfer durch den Umzug an die Woldegker Chaussee und die kürzliche glückliche Rückkehr an die angestammte Adresse. „Das ist unendlich viel ehrenamtliche Leistung.“
Die Spieler selbst seien die dritte Säule. Sie hätten auch unter den komplizierten Bedingungen zum Verein gehalten und durch ihre Leistung am hohen Netz letztlich dafür gesorgt, dass die zweithöchste Spielklasse des Landes behauptet wurde. „Danke, dass Ihr am Start seid.“ Gleichwohl wünsche er sich, so Patrick Scholz abschließend, dass der PSV Neustrelitz in der kommenden Saison wieder ganz oben mitmischt. Dazu werde noch für die eine oder andere Verstärkung des Kaders gesorgt.
Danke für den nötigen Druck
Im Anschluss ergriff Max Odebrecht als Stadtpräsident, Vereinsmitgled und Teil des Orga-Teams das Wort. Er hatte seinerzeit angesichts des schleppenden Sanierungsfortschritts in Sachen Strelitzhalle heftige Kritik an der Stadtverwaltung geübt und sich damit nach eigener Aussage nicht nur Freunde gemacht. Odebrecht dankte allen, die den nötigen Druck ausgeübt haben, um das Geschehen zu beschleunigen, darunter den Stadtvertretern.
Ausdrücklich würdigte Odebrecht das Engagement des stellvertretenden Bürgermeisters und Baudezernenten Nico Ruhmer, der seit April 2023 im Amt ist, „die Kritik unverschuldet aushalten musste“ und gestern Abend gut gelaunt mit im Saal war. Es sei ein großer Glücksfall, das Juwel Strelitzhalle wieder zu haben, so der Stadtpräsident. „Wir sind zurück!“ Gemeinsam mit der Verwaltung und den Stadtvertretern werden daran gearbeitet, die Halle weiter zu vervollkommnen und sie zu einer echten Eventarena der Stadt zu machen, multifunktional nutzbar.
Hauptsponsor gewürdigt
Rainer Konrad (Mitte) wird gewürdigt.
Der Abend bot Gelegenheit, den langjährigen Hauptsponsor Rainer Konrad, Chef des gleichnamigen Sanitätshauses, zu würdigen. Er unterstützt den PSV Neustrelitz seit Regionalligazeiten. Mit Präsenten bedacht wurden auch sechs Spieler der 1. Herrenmannschaft für ihre Treue zum Verein: Kapitän Paul Sprung, Tom Orzelski, Jesco und Jacob Genzmer, Daniel Zastrau und Oliver Heß. Die sechs Jungs stehen wie der Großteil des aktuellen Kaders, dem Team in der kommenden Saison wieder zur Verfügung.
Unter den Gästen des Abends waren auch Vertreter der 2. Männermannschaft und Spielerinnen der drei Damenmannschaften der Abteilung Volleyball des PSV Neustrelitz sowie der Volleyball-Akademie. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt, der Landtagsabgeordnete Andreas Butzki und Vizelandrat Thomas Müller hatten es sich auch nicht nehmen lassen, in die Strelitzhalle zu kommen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die DJs der Klangkultur MV.
Ein großes Dankeschön der Spieler an die Fans, die die Strelitzhalle wie in alten Zeiten zum Hexenkessel gemacht haben.
Rund 700 begeisterte Zuschauer haben am Abend in der wiedereröffneten Strelitzhalle ihre Volleyballer vom PSV Neustrelitz frenetisch gefeiert. Das Team um Kapitän Paul Sprung hatte zuvor in der 2. Bundesliga Nord den ETV Hamburg klar mit 3:0 (25:14, 25:23, 25:20) besiegt und damit wichtige drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg verbucht.
„Ich glaube, die Zuschauer haben ordentlich was geboten bekommen. Wir waren in dieser Saison schon oft nah am Erfolg, aber es blieb immer bei Satzgewinnen. Heute haben wir es endlich mal durchgezogen“, freute sich PSV-Coach Stefan Meingast über den glatten Sieg. „Eine tolle Atmosphäre in der Halle. Und jetzt freuen wir uns auf das nächste Spiel.“ Das findet bereits am morgigen Sonntag um 16 Uhr wieder in der Strelitzhalle statt. Zu Gast sind dann die Juniors Frankfurt.
Die Stadt Neustrelitz informiert, dass die Wiedereröffnung der Strelitzhalle erfolgt. Am morgigen Samstag, den 11. Januar, findet das erste Volleyballspiel der Herrenmannschaft des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga (Strelitzius berichtete) nach der Sanierung statt. Ab dem 20. Januar wird die Halle für den regulären Vereins- und Schulsport geöffnet. Vom 3. bis zum 13. Februar bzw. während der Winterferien erfolgt noch einmal eine kurzzeitige Schließung, um die Hallenbeleuchtung zu erneuern. Die Bundesligaspiele der PSV-Volleyballer sind davon nicht betroffen.
Die Halle war 28 Monate nicht nutzbar, die Bauzeit betrug knapp ein Jahr. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf ca. 2,0 Mio. Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat eine Förderung von 500.000 Euro für das Vorhaben gewährt.
Nach der verkorksten Hinrunde der Bundesliga-Volleyballer des PSV Neustrelitz, die zuletzt kurz vor Weihnachten 1:3 in Giesen unterlegen waren und auf einem Abstiegsrang stehen, gibt es für das Team von Coach Stefan Meingast trotzdem eine gute Nachricht. Die Rückkehr in die Strelitzhalle steht mit einem Doppelspielwochenende am 11. und 12. Januar unmittelbar bevor.
Wenn die Volleyball-Bundesligisten des PSV in der Strelitzhalle spielten, blieb kaum ein Platz leer.
Die Nachricht aus dem Neustrelitzer Rathaus, dass sich der Abschluss der Bauarbeiten an der Strelitzhalle weiter verzögert (Strelitzius berichtete), hat bei den Volleyballern des PSV Neustrelitz für erhebliche Verärgerung gesorgt. „Das ist eine unglaubliche Situation, in höchstem Maß unbefriedigend“, sagte mir Marketing-Chef Patrick Scholz. „Zweieinhalb Jahre zu brauchen, um die Sanierung zu bewerkstelligen, ist einfach indiskutabel. Das schlägt auch auf die Motivation durch. Ich denke, im Namen aller Betroffenen in der Stadt zu sprechen, wenn ich das als eigentlich nicht hinnehmbar bezeichne“, so Scholz.
Die Stadt Neustrelitz hat eben über den Stand der Bauarbeiten an der Strelitzhalle informiert. Der zuletzt für Ende Oktober geplante Fertigstellungstermin kann aufgrund von Verzögerungen bei den Ausbaugewerken nicht eingehalten werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird bis zum Jahresende 2024 gerechnet.
Im Außenbereich der Strelitzhalle sind die Arbeiten größtenteils abgeschlossen. Lediglich wenige Restleistungen stehen noch aus. Die Fläche zwischen dem Carolinum und der Strelitzhalle soll in der Zeit vom 14. bis 20. Oktober wieder vollständig freigegeben werden.
Die Sanierung der Strelitzhalle am Glambecker See geht kontinuierlich voran. Unter der Maßgabe eines reibungslosen Bauablaufes wird dem Abschluss der Arbeiten bis in den Herbstferien gerechnet. Nachdem die Bauarbeiten zur Beseitigung der Starkregenschäden im März begonnen haben, sind bereits deutliche Fortschritte zu verzeichnen, so die Neustrelitzer Stadtverwaltung. Die Sonderbedarfszuweisung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 500.000 Euro sei bei ca. 1,9 Millionen € Gesamtkosten eine merkliche finanzielle Unterstützung für die Stadt.
Im Außenbereich sind die Kanalarbeiten abgeschlossen und die Drainageleitung neu hergestellt. Aktuell wird die barrierefreie Rampenanlage neu errichtet, und die Wiederherstellung der Freiflächen ist in vollem Gange.
Im Innenbereich befinden sich ebenfalls zahlreiche Bauleistungen in der aktiven Umsetzung. Umbaumaßnahmen am Dachentwässerungssystem und Instandsetzungsarbeiten am Dach wurden bereits durchgeführt. Zur Abdichtung der Bodenplatte im Hallenabschnitt wurde der Beton abgefräst und die Oberfläche mittels Kugelstrahl- Diamantschleifverfahren bearbeitet. Sämtliche Bodenhülsen für die Sportgeräte wurden herausgebrochen und erneuert, und die Bodenplatte erhielt eine Epoxidharzbeschichtung zur Bodenversiegelung. Der Einbau des neuen Sportbodens soll bis Anfang September abgeschlossen sein. In den Nebenräumen laufen derzeit die Sanitärarbeiten. Estrich-, Maler-, Elektro- und Fliesenarbeiten stehen noch aus.
Ende August 2022 war es zu einem massiven Wassereinbruch in die Strelitzhalle gekommen, die seit diesem Zeitpunkt gesperrt ist. Hier versuchen Freiwillige vom PSV Neustrelitz, ihrem „Volleyballtempel“ erste Hilfe zu leisten.
In Neustrelitz beginnen in der kommenden Woche die Bauarbeiten zur umfassenden Sanierung der Strelitzhalle am Glambecker See. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Die Sanierung unterteilt sich in zwei Abschnitte. Im ersten Sanierungsabschnitt werden im Außenbereich die Kanal- und Straßenbauarbeiten und die Fundamentabdichtung realisiert. Den ursprünglich in der 11. Kalenderwoche vorgesehenen Baubeginn musste das Unternehmen krankheitsbedingt verschieben. Der Abschluss der Arbeiten ist für August 2024 vorgesehen
Die Planungen für den zweiten Sanierungsabschnitt im Innenbereich der Halle stehen vor dem Abschluss. Für die ersten Bauleistungen läuft zurzeit das Vergabeverfahren. Mit den Innenarbeiten soll im April begonnen werden. Bei erfolgreicher Ausschreibung und vorhandenen Unternehmenskapazitäten ist die Fertigstellung bis Ende August vorgesehen.
Die Sanierungskosten betragen rund 1,9 Millionen Euro. Die Stadt Neustrelitz hat für die Finanzierung Fördermittel beim Land MV beantragt. Eine Förderung wurde in Aussicht gestellt. Über die Höhe ist noch nicht abschließend entschieden. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde beantragt und genehmigt.
Wenn alles mit der Sanierung der Strelitzhalle klappt, kann der PSV Neustrelitz in der kommenden Saison wieder seinen Volleyballtempel nutzen und die Ränge füllen. Auch der Schulsport des Carolinums hat dann wieder seine Heimstatt.
Die Sanierung der Strelitzhalle in Neustrelitz wird in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Abschnitt werden das Drainage- und Abflusssystem und die Fundamentabdichtung erneuert sowie die Außenanlagen der größten Sport- und Mehrzweckhalle der Stadt wieder hergestellt. Der zweite Sanierungsabschnitt umfasst im Innenbereich die Fliesenarbeiten, Türerneuerungen, Bodenarbeiten, die Erneuerung der Heizungs-, Lüftung und Sanitärtechnik sowie Malerarbeiten.
Zurzeit wird auf der Grundlage eines hydrologischen Rahmengutachtens die Planung für die beiden Abschnitte erarbeitet. Die Ausschreibung des ersten Sanierungsabschnittes erfolgt noch in diesem Jahr. Bei erfolgreicher Ausschreibung sollen die Ausführungsarbeiten im Januar 2024 beginnen. Die Ausschreibung für den Innenbereich wird im Februar 2024 erfolgen. Baubeginn ist im ersten Quartal 2024 vorgesehen. Ziel ist es, die Bauarbeiten bis August 2024 zu beenden, um die Strelitzhalle zum Schuljahresbeginn wieder zur Nutzung bereit stellen zu können.