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Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Sanierung, Strelitzhalle, Verwaltung, Wiedereröffnung

Die Stadt Neustrelitz informiert, dass die Wiedereröffnung der Strelitzhalle erfolgt. Am morgigen Samstag, den 11. Januar, findet das erste Volleyballspiel der Herrenmannschaft des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga (Strelitzius berichtete) nach der Sanierung statt. Ab dem 20. Januar wird die Halle für den regulären Vereins- und Schulsport geöffnet. Vom 3. bis zum 13. Februar bzw. während der Winterferien erfolgt noch einmal eine kurzzeitige Schließung, um die Hallenbeleuchtung zu erneuern. Die Bundesligaspiele der PSV-Volleyballer sind davon nicht betroffen.
Die Halle war 28 Monate nicht nutzbar, die Bauzeit betrug knapp ein Jahr. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf ca. 2,0 Mio. Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat eine Förderung von 500.000 Euro für das Vorhaben gewährt.
Mit der Wiederinbetriebnahme endet eine umfangreiche und bedeutsame Sanierungs- und Schadensbeseitigungsmaßnahme für die Stadt Neustrelitz. Das Starkregenereignis im August 2022 hatte zu einem erheblichen Wasserschaden in der Strelitzhalle geführt, in dessen Folge insbesondere der komplette Fußbodenaufbau sowie teilweise die Sanitäranlagen entfernt werden mussten. Der Sportbetrieb war nicht mehr möglich.
Mit der Bauplanung und den Sanierungsarbeiten sollte unmittelbar begonnen werden, um die Einschränkungen für alle Nutzerinnen und Nutzer soweit möglich zu reduzieren. Nach der Entkernung und ersten Gebäudetrocknung drang offensichtlich weiterhin Wasser in das Gebäude ein. Tiefergehende
Untersuchungen zur Ursachenermittlung wurden nötig. Es stellten sich weitreichende Probleme in dem außenliegenden Regen- und Dachentwässerungssystem heraus. Ergänzend sollte ein zu erarbeitendes hydrogeologisches Gutachten Aufschluss über den Baugrund unterhalb der Strelitzhalle und im angrenzenden Umfeld geben, um Risiken für die Zukunft zu begrenzen.
Fachleute der Verwaltung gefordert
Im Ergebnis der Untersuchungen wurde auch eine Sanierung des Entwässerungs- und Kanalsystems sowie der damit verbundenen Außenanlagen erforderlich. Die Bauplanung für das Gesamtvorhaben begann im 4. Quartal 2023. Für die Bindung eines Planungsbüros erfolgte zuvor ein Vergabeverfahren, mit dem letztlich kein Ingenieurbüro gefunden werden konnte, so dass die Planungsleistungen für die Innensanierung und die Außenanlagen durch die Fachleute der Verwaltung erbracht wurden.
Die Bauarbeiten an den Außenanlagen begannen im März 2024 und konnten planmäßig im September 2024 abgeschlossen werden. Nach einer abschnittsweisen Freilegung der Sporthalle wurde das Entwässerungs- und Kanalsystems vollständig erneuert. Dem schloss sich die Wiederherstellung der Außenanlagen und Freiflächen samt Treppenanlage, Zufahrtsrampe sowie Zuwegungen an.
Die Arbeiten im Innenbereich begannen im April 2024. Zunächst erfolgten im Hallenbereich Betonfräsarbeiten. Dem schloss sich das Herausbrechen und erneuern der für die Sportgeräte einbetonierten Bodenhülsen an. Im weiteren Verlauf wurde die Bodenplatte mit einer Epoxidharzbeschichtung abgedichtet und ein neuer Sportboden eingebaut. In den Nebenräumen fand insbesondere eine wesentliche Neuinstallation der Sanitäranlagen und Erneuerung der Fußböden statt. Damit gingen Maurer- und Malerarbeiten einher. Die Elektroinstallation wurde durch ein Datennetz erweitert. Abschließend soll in den bevorstehenden Winterferien die Beleuchtungsanlage erneuert und auf LED umgerüstet werden.
Die Arbeiten in den Nebenräumen sollten ursprünglich Ende Oktober 2024 abgeschlossen sein. Verzögerungen bei der Sanitärplanung, verspätete Materiallieferungen, aufgetretene Mehrleistungen und Unvorhersehbarkeiten bei der Baustellenbesetzung führten zu einem späteren Fertigstellungstermin.
Dank für Geduld und Unterstützung
Die Stadt bedankt sich bei allen betroffenen Vereinen, dem Gymnasium Carolinum, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie der Stadtvertretung Neustrelitz für die kräftezehrende Geduld und Unterstützung. Ein weiterer Dank gilt dem Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum in Neustrelitz, das während der Schließung seine Sporthalle für den Trainings- und Wettkampfbetrieb zur Verfügung stellte und so einen Teil der weggefallenen Sportstätte kompensieren konnte. Ebenso gilt der Dank allen weiteren Unterstützern, die für die Nutzerinnen und Nutzer alternative Räumlichkeiten bereitgestellt haben.
Zum Ende des vergangenen Jahres wurde die Strelitzhalle per Beschluss in einen Betrieb gewerblicher Art umgewandelt, da es sich um eine Mehrzweckhalle handelt. Hiermit wurde auf bevorstehende Änderungen des Steuerrechts reagiert. Trotz der Sanierung und der genannten Umwandlung ergeben sich für die Vereine der Residenzstadt Neustrelitz keine Veränderungen an der Höhe des Entgelts für die Nutzung der Strelitzhalle.

