Unter Leitung der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat es heute Morgen umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in 21 Objekten in und bei Demmin sowie einmal in Jördenstorf (Landkreis Rostock) und einmal in Brandenburg gegeben. Vorausgegangen sind monatelange Ermittlungen gegen 14 weibliche und männliche deutsche Beschuldigte im Alter zwischen 21 und 58 Jahren wegen des Tatverdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen. Die Beschuldigten gehören teilweise dem Rockermilieu an, daher zählten zu den durchsuchten Objekten neben Wohngebäuden und Nebengelassen auch ein Clubhaus.
Der Vorwurf führt auch bei den Drogenfahndern zu Kopfschütteln: Einer 43-jährigen Deutschen aus Penzlin wird unter anderem vorgeworfen, Drogen an Minderjährige gegeben zu haben – und zwar an die eigene Tochter. Heute Morgen haben Drogenermittler der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg bei der Frau sowie bei einem weiteren Tatverdächtigen (Mann, 39, deutsch) in diesem Zusammenhang insgesamt sieben Objekte in Penzlin durchsucht.
Der Hauptstar der heutigen Maßnahme war Cora, die Diensthündin der Bereitschaftspolizei, die mit ihrer Hundeführerin fleißig die versteckten Drogen und auch Bargeld in den drei Hauptobjekten erschnüffelt hat. Die sieben Jahre alte Hündin ist sowohl auf Betäubungsmittel als auch auf Bargeld spezialisiert. Die Ermittler konnten dank Coras Spürnase verschiedene Drogen in nicht geringer Menge sicherstellen, darunter etwa 700 Gramm Amphetamin, Ecstasy und Kokain. Außerdem eine kleine Summe Bargeld.
Am heutigen Donnerstag hat die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg eine groß angelegte Durchsuchungsmaßnahme in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald durchgeführt. Diese erfolgte aufgrund des Straftatbestandes der Volksverhetzung nach § 130 StGB. Im Zuge der Durchsuchungen wurden verschiedene Beweismittel gesichert. In allen Fällen wurden unter anderem die Mobiltelefone der Tatverdächtigen sichergestellt.
Hintergrund dieser Durchsuchungen war eine Strafanzeige, die Anfang Februar 2024 online bei der Polizei eingegangen war. Darin wurde ein Vorfall gemeldet, der sich in der Diskothek Neukalen im Rahmen einer sogenannten Abisinth-Party am 03.02.2024 ereignet haben soll. Kurz nach Mitternacht spielte der DJ auf dem „Oldie Dancefloor“ eine Playlist, die neben weiteren Titeln auch den Song „L’Amour Toujours“ von Gigi D‘ Agostino beinhaltete. Plötzlich ertönte zur Melodie die Textumwidmung „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“ in Sprech- und Schreigesängen. Insgesamt fünf Personen stimmten die entsprechenden Textzeilen zu dem Lied an. Sie wurden durch Zeugen gefilmt.
Daraufhin eingeleitete und umfangreiche Ermittlungen haben dazu geführt, dass fünf Tatverdächtige, darunter eine 21-jährige Greifswalderin sowie ein 17-Jähriger und ein 22-Jähriger aus Neukalen und Ferdinandshof eindeutig identifiziert werden konnten und ihre Wohnungen heute durchsucht wurden. Die Auswertung der sichergestellten Telefone soll nun Aufschluss über den Tatablauf und weitere Tatverdächtige geben. Dies wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. In den kommenden Wochen werden die Beschuldigten zudem zu Vernehmungen geladen.