Heute Morgen gegen 4.40 Uhr sind mehrere Streifenwagenbesatzungen in die Neubrandenburger Oststadt geeilt. Hintergrund war ein Notruf und der Hinweis darauf, dass es zuvor in der Humboldtstraße eine Auseinandersetzung zwischen mehreren deutschen Personen gegeben habe, bei der auch – mutmaßlich – mit einer Schreckschusswaffe geschossen worden sei.
Während einer Streifenfahrt am vergangenen Sonnabendabend kontrollierten die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg einen PKW in der Neustrelitzer Straße. Bei dem Fahrzeugführer handelte es sich um einen 18-jährigen Fahranfänger.
Im Rahmen der Verkehrskontrolle ergab die Überprüfung der Fahrtauglichkeit des Fahrzeugführers starke Auffälligkeiten. Ein freiwilliger durchgeführter Drogenvortest fiel positiv auf die Stoffgruppe THC aus. Es folgte eine Blutprobenentnahme im Klinikum Neubrandenburg. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs wurden circa 76 Gramm Cannabis aufgefunden. Weiterhin wurde eine Schreckschusswaffe im PKW aufgefunden. Sowohl die Betäubungsmittel als auch die Waffe wurden durch die Polizei sichergestellt.
Es wurden entsprechende Strafanzeigen wegen des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel, dem illegalen Besitz von Cannabis und dem Verstoß gegen das Waffengesetz gefertigt.
Am gestrigen Dienstag gegen 22.10 Uhr teilten mehrere Hinweisgeber der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg eine männliche Person mit, welche auf dem Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg Fahrzeuge anhalten soll. Weiterhin soll der Mann einen waffenähnlichen Gegenstand bei sich führen. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich die männliche Person auf dem Friedrich-Engels-Ring, auf Höhe des Rathauses und stellte sich vor heranfahrende Fahrzeuge. Die Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer mussten ihre Pkw abbremsen oder ausweichen. Nachdem die eingesetzten Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg vor Ort ankamen, konnte der Mann ohne Widerstand festgenommen werden. Der Tatverdächtige sowie die Einsatzkräfte verblieben unverletzt.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Neubrandenburg. Bei der Durchsuchung konnte eine Schreckschusswaffe festgestellt werden. Zum Tatzeitpunkt gab der Tatverdächtige keinen Schuss aus der Waffe ab. Weitere Ermittlungen zur Person haben ergeben, dass der junge Mann wegen psychischer Probleme bereits polizeilich bekannt ist. Ein Rettungswagen mit Notarzt wurde herangezogen. Es erfolgte eine Unterbringung in einem Krankenhaus. Personen wurden nicht verletzt. Es wurde ein Fahrzeug beschädigt, der geschätzte Schaden beträgt 500 Euro.
Am 29. September wurde die Polizei in Neubrandenburg gegen 17 Uhr über zwei Männer informiert, welche in der Oststadt mit einer Pistole unterwegs sein sollen. Neben der Personenbeschreibung von beiden Männern gab die Hinweisgeberin an, dass mit der Waffe bereits geschossen worden sein soll. Die sofort eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg konnten in Tatortnähe zwei deutsche Staatsbürger kontrollieren, welche teilweise der Personenbeschreibungen entsprachen. Vor Ort wandte sich außerdem ein 16-jähriger afghanischer Staatsangehöriger an die Polizeibeamten und gab an, Opfer einer Straftat geworden zu sein, welche die beiden Männer begangen haben sollen.
Seinen Angaben zufolge wurde er durch den 46-jährigen Tatverdächtigen mit einer Pistole bedroht und ausländerfeindlich beleidigt. Darüber hinaus schoss der Mann in die Luft. Der zweite, ebenfalls als tatverdächtig geführte 26-Jährige, befand sich währenddessen in unmittelbarer Nähe. Bei der vor Ort durchgeführten Durchsuchung der beiden Männer, wurde eine Schreckschusswaffe aufgefunden, die dem jüngeren Mann zugeordnet wird. Beide sind nicht im Besitz der erforderlichen Erlaubnis zum Führen der aufgefunden Waffe und müssen sich nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Gegen den 45-Jährigen ermittelt die Kriminalpolizei in Neubrandenburg darüber hinaus wegen Beleidigung und Bedrohung. Zu den Vorwürfen äußerten sich beide nicht.
Die Schreckschusswaffe und knapp 100 zugehörige Patronen wurden beschlagnahmt und in Verwahrung genommen. Vor Ort erhielten die beiden Tatverdächtigen, welche aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald stammen, einen Platzverweis und wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Der 14-Jährige, der körperlich unverletzt blieb, wurde an seine Eltern übergeben.