Wulf Bednorz, Bürgermeister von Blankensee, Thomas Müller, Torsten Matheus, Ausbaukoordinator LK MSE der Telekom, Manja Boos von der Breitbandförderung des Landkreises sowie Juliane Gomoll und Stephanie Holter von der aconium GmbH beim symbolischen Spatenstich (von links). Foto: LK MSE
Der Glasfaserausbau im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geht weiter: Am heutigen Mittwoch wurde mit einem feierlichen Spatenstich die Erschließung im Projektgebiet MSE 28_01 „Blankensee“ begonnen. Der Bau wird von der GlasfaserPlus GmbH, einem Tochterunternehmen der Telekom, in einem Cluster erfolgen und umfasst die Gemeinden Blankensee, Rollenhagen, Hoffelde, Groß Schönfeld, Wanzka und Friedrichsfelde. Träger des Projektes ist die aconium GmbH.
Insgesamt werden 98 Haushalte und die Regionale Schule mit Grundschule Blankensee mit Glasfaseranschlüssen erschlossen. Diese können bis ins Gebäude (FTTH – Fiber to the home) gelegt werden. Über 19 Kilometer Gräben müssen dafür ausgehoben und etwa 35 Kilometer Glasfaser verlegt werden. Zusätzlich werden sieben Netzverteiler aufgestellt.
Der geförderte Breitbandausbau in der Region östlich von Neubrandenburg ist abgeschlossen. Somit ist bereits das zweite Projektgebiet in der Mecklenburgischen Seenplatte mit Glasfaser versorgt.
Im Zuge des Leitungsbaus waren rund 210 Kilometer Tiefbau-Trasse für schnellstes Internet bis in die Gebäude zu bauen und etwa 470 km Glasfaserkabel zu verlegen. Im 1. Halbjahr 2024 wird die neu.medianet, Tochtergesellschaft der Neubrandenburger Stadtwerke GmbH (neu.sw), die letzten der neu geschaffenen 1.974 Internetanschlüsse in Betrieb nehmen können. Der Neubrandenburger Regionalversorger war vom Landkreis mit dem Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in dem Gebiet mit dem offiziellen Namen „MSE 24_25“ beauftragt worden. Im vergangenen Jahr wurde in der Burg Stargarder Innenstadt und hinauf zur gleichnamigen Höhenburg zum Teil historisches Pflaster zuerst akribisch aufgenommen. Es wurden die technischen Voraussetzungen für modernste Kommunikationstechnologie verlegt. Schließlich wurden die teilweise denkmalgeschützten Straßenzüge und Gehwege im Originalzustand wieder geschlossen.
Zum Jahresabschluss gibt es nochmals Grund zur Freude! Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhielt am 18. Dezember den Bescheid über weitere 1.090.548,00 Euro an Bundesfördermitteln zum Ausbau des Breitbandnetzes. Durch die Bundesfördermittel können 61 Haushalte und zehn Unternehmen in Rollenhagen, Blankensee und Groß Schönfeld endlich mit schnellem Internet versorgt werden – eine wesentliche Grundvoraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land.
Besonders erfreulich ist, dass die Regionale Schule in Blankensee an das Gigabit-Netz angeschlossen wird. Dazu Johannes Arlt, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und den Landkreis Rostock: “Nach dem erneuten PISA-Schock ist es doppelt wichtig, dass wir in die digitale Infrastruktur unserer Schulen investieren. Dies ist einer der wenigen Punkte, an dem der Bund finanziell zu guter Bildung beitragen darf. Daher freut mich diese Förderung besonders. Auch für unsere heimischen Unternehmen ist schnelles Internet ein unerlässlicher Standortfaktor, der Neuansiedlungen erst ermöglicht.“
Mit den jüngsten Fördermitteln, die Förderquote an den Gesamtkosten beträgt 70 Prozent, können 33 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Insgesamt erhielt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 2023 über 66 Millionen Euro an Bundesfördermitteln für den Breitbandausbau.
Das ist wirklich eine selten gute Nachricht im Postfach des Bundestagsabgeordneten – Johannes Arlt gratuliert den Projektverantwortlichen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sehr herzlich zu diesem Erfolg: „45 Millionen Euro für den Breitbandausbau in der Region sind ein wahnsinniger Erfolg. Schnelles Internet ist ein Standard, den es heute einfach an jeder Milchkanne geben muss.“
Im Wahlkampf 2021 hatte das Team Johannes Arlt mit einigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern Breitbandkonferenzen organisierte und sich für leistungsfähiges Internet stark gemacht. Nach der Bundestagswahl hat der neue Bundesminister für Digitales und Verkehr Volker Wissing das Problem aufgegriffen und ein Förderprogramm aufgelegt. Dankenswerterweise hat sich in der Seenplatte der Landkreis um das Problem gekümmert und den entsprechenden Förderantrag gestellt. Welche Kleinarbeit dahinter steckt, zeigt die lange Liste der Gemeinden, die schnelles Internet bekommen werden.
Eckwerte des Bescheids über die vorläufige Höhe der Zuwendung
Gesamtkosten: 75.300.000,00 Euro Bundesförderung prozentual (Förderquote): 60 % Bundesförderung Betrag: 45.180.000,00 Euro Der Zuwendungsbescheid wurde am 7.11.23 an den Zuwendungsempfänger versandt.
Liste der Gemeinden in MSE, die schnelles Internet bekommen werden: Bei dem Projekt investiert der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte antragsgemäß in die Erschließung von unterversorgten Adressen in Waren (Müritz), Beggerow, Hohenbollentin, Hohenmocker, Kletzin, Sarow, Siedenbrünzow, Utzedel, Alt Schwerin, Fünfseen, Göhren-Lebbin, Malchow, Nossentiner Hütte, Penkow, Silz, Walow, Zislow, Altenhof, Bollewick, Buchholz, Bütow, Fincken, Gotthun, Groß Kelle, Kieve, Lärz, Leizen, Melz, Priborn, Röbel/Müritz, Sietow, Stuer, Eldetal, Südmüritz, Grabowhöfe, Groß Plasten, Hohen Wangelin, Jabel, Klink, Klocksin, Moltzow, Torgelow am See, Vollrathsruhe, Peenehagen, Bredenfelde, Briggow, Kittendorf, Stavenhagen, Zettemin, Bartow, Breest, Burow, Gnevkow, Golchen, Grapzow, Grischow, Gültz, Siedenbollentin, Werder und Wolde. (Quelle: Der Bescheid, der an Johannes Arlt gesendet wurde)
Die Planungen für den geförderten Breitbandausbau in der Region von Penzlin bis Kratzeburg gehen in die letzte Phase. Haushalte und Unternehmen, die innerhalb des Projektes noch an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden wollen, sollten sich in den kommenden Wochen bei den Neubrandenburger Stadtwerken (neu.sw) melden.
Deren Tochterunternehmen neu-medianet ist mit dem Breitbandausbau beauftragt. Im Projektgebiet mit der Bezeichnung „MSE 24_23“ ist der zentrale Leitungsbau abgeschlossen. 220 Kilometer unterirdischer Rohrtrasse sind verlegt. Der Bau und die Inbetriebnahme der Hausanschlüsse laufen auf Hochtouren. Rund 1 500 Gebäude sind bereits angeschlossen.
Bis Ende Oktober bleibt Interessenten im gesamten Projektgebiet noch Zeit, ihr Interesse an einem modernen Internetanschluss bei neu.sw anzumelden. Das Unternehmen bietet derzeit Übertragungsraten bis zu 1 Gbit/s. Interessenbekundungen nimmt das neu.sw Breitband-Team unter 0395 3500-999 und info@glas-nost.de entgegen.
Stück für Stück, Meter für Meter, unter Wasser, unter Schienen, Stock und Stein haben sich die Landwerke MV Breitband GmbH in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Rostock vorgearbeitet, um dort den geförderten Breitbandausbau voranzutreiben.
Ab kommender Woche beginnen die Bauarbeiten in Schloen-Dratow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Anschlussarbeiten erfolgen außerdem in Schloen und Kargow unter anderem auch entlang der Bundesstraße 192. In den Abschnitten erfolgt der Glasfaserausbau unterirdisch mittels eines Bohrverfahrens. Gräben müssen dazu nicht ausgehoben werden. Unter der Erde wird ein Schutzrohr verlegt, in das anschließend Glasfaser eingeblasen wird. Lediglich in einigen Ortslagen müssen für das Regionale Netz RE.NE Gräben ausgehoben werden. Der Verkehr wird während der Arbeiten nur minimal eingeschränkt. Vollsperrungen sind während der Bauzeit nicht geplant.