Die Neustrelitzer Stadtverwaltung steht mit Wasser offensichtlich auf Kriegsfuß. Nach der blamablen Erklärung, warum auch an diesem ersten August-Wochenende die Brunnen auf dem Markt und vor der Orangerie nicht sprudeln, hier schweigt des Sängers Höflichkeit, gibt es nun eine weitere Fragwürdigkeit zu bloggen. Die am Fürstenseer See im Mai 2025 nach langem Hickhack mit dem Neustrelitzer Bürgermeister eingeweihte Steganlage, Kosten mehr 160.000 Euro, ist zur Saison mangels Wassertiefe gesperrt. Was für erheblichen Ärger bei Einheimischen wie Badegästen sorgt. Stadtoberhaupt Andreas Grund hatte sich, das war ihm seinerzeit nicht peinlich, am traditionellen Banddurchschneiden beteiligt (Strelitzius berichtete).
Andreas Petters, Ausschussvorsitzender Stadtentwicklung und Bau, Nico Ruhmer, Baudezernent, Martin Löblich, Ortschaftsratsvorsitzender, Andreas Grund, Bürgermeister (von links).
Nach der notwendigen Sperrung des alten Badesteges in Klein Trebbow im Jahr 2023 aufgrund erheblicher baulicher Mängel war schnell klar: Eine Reparatur ist nicht mehr möglich – ein Neubau muss her. Die Stadtvertretung Neustrelitz und der Ortschaftsrat Klein Trebbow einigten sich rasch auf den Neubau eines Badesteges. Um den Badegästen in der Zwischenzeit dennoch eine attraktive Badestelle zu bieten, wurde als Übergangslösung eine Schwimmplattform installiert.
Die Stadtvertretung Wesenberg hat auf ihrer gestrigen Sitzung einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 17.100 Euro zugestimmt, um die die Sanierung des letzten Mauerabschnittes der denkmalgeschützten Burg zu realisieren. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 55.000 Euro. Durch die Sanierung soll insbesondere einer weiterer Wassereintritt ins Mauerwerk verhindert werden (Bild oben).
Ein weiterer Beschluss der Abgeordneten bildet die Grundlage für den Abschluss eines Pachtvertrages über eine Dauer von 30 Jahren für das Waldstadion mit dem SV Union Wesenberg. Der langfristige Vertrag ist erforderlich, um für die Sanierung der Sportanlage Fördermittel des Landessportbundes erhalten zu können. So will der Verein Gelder für eine PV-Anlage auf dem Dach des Stadiongebäudes einwerben.
Die Ahrensberger und ihre Gäste können sich auf einen neuen Badesteg am Drewensee freuen (Bild unten). Die Stadtvertreter haben die Genehmigungsplanung abgesegnet. Das Vorhaben wird in den Etat 2025 aufgenommen.
Jährlicher Pachtzins für Garagen Am Pump
Und noch einmal zurück nach Wesenberg. Die Stadtvertretung Wesenberg hat grünes Licht gegeben, dass ab dem 1. Januar 2025 ein jährlicher Pachtzins für die Garagenaufstellflächen je Garage Am Pump in Höhe von 160 Euro brutto erhoben wird. Im Zuge der Grundsteuerreform, und der damit verbundenen Neuregelungen, wird ab dem 1. Januar 2025 der Grundstückseigentümer zur Zahlung der Grundsteuer B herangezogen, also die Stadt Wesenberg. Hinzu kommt, dass die Stadt zum selben Termin umsatzsteuerpflichtig wird.
Bürgermeister Steffen Rißmann hat gestern Abend einige geplanten Änderungen der Hauptsatzung vorgestellt. Zum einen soll zukünftig die Besetzung der beratenden Ausschüsse mit Stadtvertretern flexibler gestaltet werden. Zum anderen soll ein Tourismusausschuss ins Leben gerufen werden. „Als Kurabgabe erhebende Stadt und angesichts der Tatsache, dass der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Stadt ist, soll diesem Thema in der Stadtvertretung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden“, so das Stadtoberhaupt zur Begründung. Die Änderungen sollen am Ende des Jahres in einer Beschlussvorlage zusammengefasst und im Jahr 2025 wirksam werden.