Schlagwörter

, , , , , , ,

Torsten Jahn, Henry Tesch und Lutz Trautmann, Künstlerischer Leiter der Fritz-Reuter-Festspiele (von links) nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung im Unteren Schloss.

Die Stadt Mirow, vertreten durch Bürgermeister Henry Tesch, und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen, vertreten durch den Leiter Torsten Jahn, haben heute im Rahmen der Veranstaltung „Abend der unverlegten Poesie“ im Unteren Schloss in Mirow eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin vereinbaren die Parteien, zukünftig gemeinsam für die Stärkung und die Weiterentwicklung der niederdeutschen Sprache regional und überregional einzutreten, bildungspolitische Aktivitäten und Ressourcen zu bündeln, die kulturelle Identität zu stärken sowie Netzwerke zu bilden.

Gerade die Geschichtsträchtigkeit beider Orte und deren historischer Personen wie Königin Sophie Charlotte, Königin Luise oder Fritz Reuter, der in seinen Werken die Geschichte der beiden Mecklenburg aufs Treffende beschreibe, bildeten die Klammer für derartige Aktivitäten, heißt es in einer Presseerklärung. Das Projekt „Straße des Niederdeutschen“ verbinde, setze kulturtouristische Impulse und wirke identitätsstiftend.

Den Fritz-Reuter-Festspielen komme bei der Vernetzung eine hohe Bedeutung zu. Gegründet im Jahr 1960, verfolgten sie stets die beschriebenen Ansätze. Bereits in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens verfolgten mehr als 21.000 Besucher das sozialkritische Werk Fritz Reuters in einer Bühnenfassung von „Kein Hüsung“. Im Jahr 2024 erlebten ca. 6.000 Besucher die Vorstellung in zwei Aufführungen. Die Premiere des Stückes „Ut de Franzosentid“ findet am 28. Juni 2025 auf der Kulturbühne in Mirow statt. Vom 11. Juli bis zum 13. Juli 2025 sind die Fritz-Reuter-Festspiele dann in der Reuterstadt Stavenhagen vor dem Literaturmuseum zu erleben.

Wat tausam sall, kümmt tausam, un süll’t de Düwel mit de Schuwkohr tausam karren. (Fritz Reuter)

Das Untere Schloss in Mirow erstrahlt am Abend in den Farben Mecklenburgs: Blau, Gelb und Rot.