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Wir haben heute eine ausgedehnte Runde um Schwarz gedreht, also die Holde und meine Wenigkeit. Nicht nur durch Schwarz, das Dorf bietet tatsächlich zwischen Ortslage und Seeseite einen Kurs, den ich unbedingt zu schätzen weiß. Unterhalb der Kirche vor der Fahrradwerkstatt parken, und schon kann man sich kaum noch verlaufen. Das tolle Winterwetter, was wohl morgen laut Wetterfröschen schon wieder Vergangenheit sein soll, hat mich beglückt zu einem passenden Küchenrezept inspiriert. Zumal wir ja verhalten, so quillt es aus allen Kanälen, aber bestimmt nicht farblos ins neue Jahr starten wollen.

500 Gramm Wildlachsfilets (für zwei Personen) habe ich abgewaschen, trockengetupft, mit Salz und Pfeffer gewürzt sowie mit Zitronensaft beträufelt und am Emde geparkt. Dann habe ich zwei mittlere Zwiebeln, ein daumengroßes Stück Ingwer, eine entkernte rote Pfefferschote und drei Knoblauch-Zehen gehackt, schließlich alles in einem Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne angedünstet. Bei leicht erhöhter Hitze wurden 500 Gramm TK-Grünkohl hinzugegeben, Deckel drauf, und schmelzen lassen. Immer mal mit einem Holzlöffel durchrühren. Am Ende habe ich zwei Esslöffel Frischkäse mit Meerrettich untergemischt. Schließlich wurden die Fischfilets auf dem Grünkohl zur Ruhe gebettet und auf Stufe drei bei geschlossener Pfanne zehn Minuten lang gegart.

Auf dem Teller wieder den verfeinerten, ja aufgewerteten Grünkohl unten, Lachs oben. Als Zutat Kartoffelchips, gab es in der Strelitzius-Küche bislang noch nicht. So einfach das Essen, und doch eine Geschmacksexplosion, der perfekte Einstieg ins neue (Koch)-Jahr. Ich hatte ein Lausitzer Porter dazu, die Holde wie immer ganz konservativ beim Riesling. Guten Appetit!