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In der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg fand am vergangenen Wochenende der 11. Kreisfeuerwehrmarsch des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte statt, an dem 28 Jugend- und 23 „erwachsene“ Feuerwehrmannschaften aus den Ämtern der Seenplatte teilnahmen. Die Freiwillige Feuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt war kurzerhand als Ausrichter eingesprungen. Unterstützung gab es von der Freiwilligen Feuerwehr Woggersin, wie mir mein Blogpartner Thomas Junge von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr Mecklenburgische Seenplatte berichtet.

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mildenitz sicherte sich mit dem Sieger- und dem Wanderpokal nicht nur den ersten Platz, die Kameraden sind auch Ausrichter des zwölften Kreisfeuerwehrmarsches 2025. Vize-Sieger wurde die Mannschaft der Feuerwehr Werder, dritte die Feuerwehr Bredenfelde.

Der Sieger- und der Wanderpokal bei den Jugendlichen blieben in der Vier-Tore-Stadt, denn hier gewann die zweite Mannschaft der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt. Auf den Plätzen zwei und drei kamen die erste Mannschaft der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt und die Jugendfeuerwehr Friedland.

Etwa 500 Feuerwehrmitglieder aus den Einsatz- und Nachwuchsabteilungen hatten sich auf dem gemeinsamen Gelände der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr Neubrandenburg in der Ziegelbergstraße getroffen. Zur Eröffnung konnten der Vorstandsvorsitzende und Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes der Seenplatte, Stephan Drews, sowie der Mit-Organisator Bernd Niemczewsky, die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin Paula Barsikow und die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden in den Land- bzw. Kreistagsfraktionen, Enrico Schult und Andreas Rösler, recht herzlich begrüßen.

Zeitvorgaben größter Gegner bei den Aufgaben

Start- und Zielpunkt waren das Feuerwehrgelände in der Ziegelbergstraße. Von hier aus begaben sich die Gruppen, mit Karte und Aufgabenliste bewaffnet, im Zwei-Minuten-Takt und wie gewohnt in zwei Richtungen, auf die acht Kilometer lange Strecke. Diese führte durch das südliche Stadtgebiet, quer durch den Kulturpark und über den nördlichen Stadtring bzw. entgegengesetzt. An acht Stationen mussten sich die Jugendlichen und Erwachsenen deren Herausforderungen stellen. Wobei die Zeitvorgaben an allen Stationen sicherlich ihr größter Gegner waren!

Treff- und Zielsicherheit waren beim „Fußball-Billard“ gefragt. Mit dem weißen Fußball mussten die bunten Bälle ins Tor geschossen werden, der schwarze Ball zum Schluss, und es zählten nur die Ballpunkte, die während der Zeitvorgabe im Tor landeten. Das Spiel „Berauschende Aussichten“ ist nicht das, wonach es klingt. Beim Tragen von Spezialbrillen stand die Bewältigung eines Hindernislaufes, mit Lösen von Aufgaben, auf dem Plan. Spaßfaktor inbegriffen.

Feuerwehrwissen und -können waren an verschiedenen Stationen im Kulturpark gefordert. Die richtigen Knoten, Stiche und Bunde waren an der Stadthalle angesagt. Das korrekte Augenmaß beim Ausfahren des Rettungszylinders auf die vorher ausgeloste Länge sowie ein ruhiges Händchen bei der Beförderung eines kleinen Wasserballons von einem Verkehrskegel zum anderen mittels Rettungsspreizer waren die Aufgaben an der Station „Technische Hilfeleistung“ unweit des Eispavillon.

An der Oberbachbrücke zählte beim Saugschläuche-Kuppeln zu einem Kreis die Schnelligkeit und die Zusammenarbeit im Team. Diese gehörten auch beim „Wasserspiel“ dazu, etwas weiter am Oberbach zu finden. Eine Holzsitzbank diente beim Transport von mit Wasser gefüllte Becher dazu, diese im Slalom zu befördern, um sie dann am anderen Ende wieder in Eimer zu entleeren. Wiederholt wurde dieser Vorgang so lange, wie es die Sanduhr erlaubte. Zum Schluss zählte die gesammelte Wassermenge.

Eine Art Memory-Spiel erwartete die Mannschaften am Treptower Tor bei den „Taktischen Zeichen“. Zur Anschauung und Einprägung lagen zahlreiche Feuerwehr-Piktogramme parat. Eine kleine Auswahl musste später im Nachhinein an einer magnetischen Tafel den richtigen Namen zugeordnet werden. Sich einmal wie ein Hamster fühlen und in Holzspänen wühlen, war beim Spiel „Finde den Ball“ möglich. Denn in einem Metallbehälter war eine größere Menger dieser Holzschnitzel enthalten, in denen zahlreiche Tischtennisbälle mit unterschiedlichen Zahlen verbuddelt waren. Diese galt es zu finden, wie immer nach Zeitvorgabe. Nach der Bewältigung aller Stationen und Aufgaben stand auf dem Feuerwehrgelände der Versorgungszug der Johanniter mit einem Kesselgulasch zur Stärkung bereit.

An der Siegerehrung, die am späten Nachmittag stattfand, nahmen dann auch der stellvertretende Kreiswehrführer, Stefan Schulz, sowie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Peter Modemann, teil und verliehen gemeinsam die Erinnerungsmedaillen, Sieger- und Wanderpokale.

Teams aus Burow/Weltzin und Rehberg schätzen am besten

Bereits nach der Anmeldung musste die „Schätzaufgabe“ bewältigt werden. Wer hierfür den beliebten Extrapokal ergattern wollte, musste die richtige Anzahl an kleinen Glaskugeln erraten, die sich in vier zusammengekuppelten Plasteschläuchen befanden .In der Schätzaufgabe, bei der es die Zahl 1.248 zu erraten galt und dem Gründungsjahr der Stadt Neubrandenburg gewidmet war, sorgte die Jugendfeuerwehr Burow/Weltzin für eine Punktlandung und gewann den Sieger- und den Wanderpokal. Knapp dahinter auf den Plätzen zwei und drei folgten die erste Mannschaft der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt und die Jugendfeuerwehr Gültz.

Ebenfalls eine Punktlandung beim Schätzen verzeichneten die Aktiven die Mannschaft der Feuerwehr Rehberg, gefolgt von den Mannschaften aus den Feuerwehren Blumenholz/Usadel 2 und Bocksee/Klein Luckow auf den Plätzen zwei und drei.   

Auszeichnungen verliehen

Über die Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern konnte sich der Jugendfeuerwehrkamerad Julius Rösler (JF Datzetal) freuen, die ihm von der stellvertretenden Kreisjugendwartin, Paula Barsikow, verliehen wurde. Eine besondere Ehrung erhielt der Kamerad Bernd Niemczewsky (FF Neubrandenburg) vom Kreiswehrführer Stephan Drews. Dieser bedankte sich noch ganz herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt für eine mehr als gelungene Veranstaltung.

Der Kreisfeuerwehrverband der Mecklenburgischen Seenplatte gratuliert den Siegern und möchte sich bei allen Mannschaften für ihre Teilnahme und ihren gezeigten Leistungen bedanken. Ein großes Lob gebührt dem Versorgungszug der Johanniter Unfallhilfe Mildenitz für die Verpflegung sowie den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neubrandenburg und Woggersin, der ersten Wachabteilung der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg und allen Helfern für ihre Unterstützung.

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mildenitz sicherte sich mit dem Sieger- und dem Wanderpokal den ersten Platz.
Den Sieger- und den Wanderpokal bei den Jugendlichen holte sich die zweite Mannschaft der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg-Innenstadt.