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Bundes- und Landespolizei haben die Anreise zum Fusion Festival in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern im jeweils eigenen Zuständigkeitsbereich begleitet. Mit eigenen und unterstellten Kräften lag der Schwerpunkt des Einsatzes für die Polizeiinspektion Neubrandenburg beim Schutz der von rund 70.000 Besuchern frequentierten Veranstaltung, insbesondere der Sicherheit im Straßenverkehr. Dazu gehört zum einen die Gewährleistung der störungsfreien Anreise der Veranstaltungsteilnehmer und zum anderen die möglichst geringe Beeinträchtigung für die Bevölkerung durch das erhöhte Verkehrsaufkommen.

Für die Bundespolizei liegt der Schwerpunkt in der sicheren An- und Abreise der Festivalteilnehmenden, die mit Zügen der Deutschen Bahn AG aus Richtung Berlin, Rostock und Stralsund anreisten. Dazu ist die Bundespolizeiinspektion Stralsund mit weiteren Einsatzkräften der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit und einer Diensthundestaffel der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt am Hauptbahnhof Neustrelitz im Einsatz.

Bei der Anreise auf der Straße kam es aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens auf der B 198 im Bereich der Zufahrt zum Festivalgelände zwar punktuell zu Stauerscheinungen, die durch den Einsatz von Verkehrsregelungskräften der Landespolizei und in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter zeitnah behoben werden konnten.

Darüber hinaus spielt für die Polizeiinspektion Neubrandenburg die Verhinderung und beweiskräftige Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eine weitere wichtige Rolle. Entlang der B 198 (Parkplatz Vipperower Heide und Zirchow) wurden Kontrollstellen eingerichtet.

Bis zum Morgen des 1. Juli wurden im Rahmen dieser Kontrollen 19 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, 25 Strafanzeigen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln und zwei sonstige Strafanzeigen (Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgenommen.

Vielzahl von Straftaten im Bahnbereich

Allein im Bahnbereich reisten in den ersten beiden Tagen knapp 15.000 Festivalteilnehmende an. Auf Grund der zu erwartenden hohen Zahl an Reisenden hat die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt den Bahnhof Neustrelitz zeitweise als gefährdetes Objekt eingestuft. Auf dieser Grundlage führte die Bundespolizei in der Anreise stichprobenartige Kontrollen durch, bei denen eine Vielzahl von Straftaten festgestellt wurden. Überwiegend handelte es sich um Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz.

Die Bundespolizei stellte allein 19 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Insgesamt wurden bei den Kontrollen über 900 Gramm verschiedenste Substanzen sichergestellt, darunter Amphetamine, Cannabis, Kokain und halluzinogene Pilze. Herausragend ist die Zahl der festgestellten LSD-Trips. Insgesamt wurden 8.425 LSD-Trips aufgefunden, 8.200 davon bei zwei Männern. Es bestand der Verdacht des Handelns mit Betäubungsmitteln. Die Beschuldigten 31- und 32-jährigen Iraner wurden zuständigkeitshalber an die Landespolizei übergeben und nach Vorführung vor den Bereitschaftsrichter in Haft genommen. Zudem ordnete das Amtsgericht Neubrandenburg eine Haus-/Wohnungsdurchsuchung beim dem 32-jährigen Iraner an, bei der weitere Betäubungsmittel aufgefunden wurden.

Dank an kooperative und verständnisvolle Besucher

Die Kräfte der Bundespolizei fertigten weitere Strafanzeigen für sechs unerlaubte Einreisen bzw. unerlaubten Aufenthalt, zwei Bedrohungen, eine Beleidigung, zwei Verstöße nach dem Waffengesetz, drei Fälle von Erschleichen von Leistungen. Die Landes- und Bundespolizei bedanken sich bei den vielen verständnisvollen und kooperativen Festivalteilnehmenden und wünschen allen ein erlebnisreiches Wochenende. Die Polizeibeamtinnen und -beamten werden auch weiterhin für die Sicherheit der Festivalbesucher und Bahnreisenden vor Ort sorgen.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass bei der Abreise ab Sonntag, den 3. Juli, über den Bahnhof Neustrelitz mit einem hohen Personenaufkommen zu rechnen ist. Grund sind unter anderem die Ferien in Mecklenburg-Vorpommern und die zusätzlich reisenden Festivalteilnehmenden. Starke Verzögerungen sind nicht auszuschließen.