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Simsalartistin Rico. (links) und Projektleiterin Marieken Matschenz sprayen das Logo auf die Plane vom Kulturmobil. Foto: Ramona Seyfarth

Der Verein „simsalArt e.V.“ ist mit seinem Projekt „Kultur:Mobil“ wieder unterwegs und macht dieses Mal Station in Puchow und Triepkendorf.

Im Gepäck für Puchow bei Penzlin am kommenden Freitag, 29. April, sind bunte Spraydosen, Leinwände, Pappen und Sprayercaps. Denn hier gibt es Jugendliche, die vor einiger Zeit auf einer Folie bereits gezeigt haben, wie gut sie sprayen können und dass es einen Ort zum Sprayen auch in Puchow braucht. Dafür haben die anonymen Sprayer eine Folie über ein Volleyballfeld gespannt und darauf zwei große farbenfrohe „Pieces“ gesprüht. Und obwohl die unbekannten Künstler sehr umsichtig bei ihrer Aktion vorgegangen sind, ist wohl einigen Bewohnern des kleinen Ortes nicht ganz geheuer bei dem Gedanken daran, wo diese als nächstes sprühen werden.

Aus diesem Grund wird es am Freitag ab 15 Uhr auf der Festwiese in Puchow einen offenen Sprayerworkshop geben, bei dem Jung und Alt zusammenkommen können und sich mit der Spraydose ausprobieren dürfen. Und auch der Aushandlungsprozess, ob es einen Ort für offenes Sprayen vielleicht hier geben kann und ob und wie sich die jungen Künstler betätigen können, ist Teil dieses Angebotes der Simsalartisten in Puchow. Dass sich darüber anders reden lässt, wenn man es selbst ausprobiert hat und vielleicht auch die Freude über ein besprühtes Shirt oder eine Leinwand empfindet, stärkt diesen Aushandlungsprozess, so die Hoffnung der Simsalartisten.

Druckkreativität keine Grenzen gesetzt

Bereits einen Tag später ist das Kulturmobil erneut unterwegs. Am Sonnabend, dem 30. April, fährt es um 14 Uhr auf den Hof des Triepkendorfer Pfarrhauses. Hier gab es bereits vor einigen Jahren ein Projekt im Rahmen des Programms „Kunst und Kirche“, im Zuge dessen ein offener Skulpturengarten zusammen mit den Künstlerinnen Dana Jes., Ramona Seyfarth und den Bewohnern des Ortes angelegt worden ist. Ein Projekt, das wohl viele noch in guter Erinnerung haben, denn eine Teilnehmerin von damals schrieb der Künstlerin Ramona Seyfarth, ob sie mit dem Kultur:Mobil des simsalArt e.V. nach Triepkendorf kommen könne.

Die Coronaentwicklungen haben leider den Start dieses Vorhabens etwas nach hinten versetzt. Doch nun wird der Verein mit einer offenen Druckwerkstatt vor Ort sein, um gemeinsam mit den Triepkendorfern zu drucken, zu „schnacken“ und darüber ins Gespräch zu kommen, was es braucht in Triepkendorf, um zusammenzukommen und gute Anlässe für gesellschaftliches Zusammenzuleben zu kreieren.

Zur musikalischen Einstimmung in dieses Projekt werden Mitglieder des Vereins „simsalArt e.V.“ schwungvolle Lieder zum Mitsingen anbringen, frei nach dem Motto des Kultur:Mobilsongs von Susanne Carver „Fröhlich singen wir und man weiß sofort simsalArt ist hier, hier bei Euch im Ort!……Wir schaffen Räume für Eure Träume. Lasst Euch entführen, um Freude zu spüren…“.

Der individuellen Druckkreativität sind unter Anleitung der Simsalartisten dann ab 14.30 Uhr keine Grenzen gesetzt. Gegen 16.30 Uhr gibt es in der Abschlussrunde den Austausch über weitere Projekte, die Freude machen und das Miteinander stärken, so der Wunsch der Organisatoren.

Menschen zusammenbringen und Perspektiven entwickeln

„Wir schaffen in Kooperation mit Aktiven vor Ort einen Anlass, dass Menschen zusammenkommen, sich austauschen und durch Mitgestaltung gemeinsame Perspektiven im ländlichen Raum entwickeln“, beschreibt Projektleiterin Marieken Matschenz kurz ein Ziel vom „Kultur:Mobil“, das für das Förderprogramm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“ des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. ausgewählt wurde.

Diese Perspektiven zu öffnen, sei nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe, und so gehe es für das Kulturmobil nicht nur um die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung, sondern auch um die der Kinder und Jugendlichen. Nehme man diese Bedürfnisse ernst und schaffe Räume der Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens, dann würden diese Kinder und Jugendlichen sich womöglich selbst auch stärker vor Ort engagieren.

www.simsalart.de