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Strelitzius pflegt ja so seine Traditionen. Wie die, am Karfreitagvormittag je nach Wetterlage mit Fahrrad, Roller oder Auto nach Strasen zu fahren und bei Züchter Kruse Forellen zu kaufen. Ratet mal, welcher fahrbare Untersatz es diesmal war… Wir plaudern dann immer noch ein paar Minuten im Verkaufsraum, und das Osterfest ist schon angenehm eingeleitet.

Das heißt aber nicht, dass die Forellen nun immer auf die selbe Art zubereitet werden. Dank meiner stetig wachsenden Rezeptesammlung, zuletzt ist dankenswerterweise ein Kochbuch aus dem Bestand der früheren Gaststätte „Zur Quelle“ in der Wesenberger Tiergartenstraße dazugekommen, sind die Fische in diesem Jahr in einen Speckmantel gehüllt und mit Frischkäse gefüllt worden.

Die Holde ist ja nicht so der Fan von Speck, auch wenn es knuspriger Bacon ist. Den ich mir wiederum gemeinhin nur im Urlaub am Frühstücksbuffet gönne. Doppelte Ration also diesmal, feine Sache. Und die Forellen haben sich für die Sonderbehandlung und den Rallyestreifen auch bedankt. Geringer Aufwand, prima Ergebnis!

Die küchenfertigen Forellen ordentlich waschen, damit der Schleim abgesondert wird. Wir hatten ja nur zwei, bei mehr Essern in der Folge Zutaten anpassen. Fische mit Küchenpapier trockentupfen. Mit Zitronensaft einreiben und salzen. Drei Knobi-Zehen fein hacken, mit 100 Gramm Doppelrahm-Frischkäse und je vier Esslöffeln Petersilie und Dill sowie zwei Esslöffeln Milch vermengen. In die Bauchhöhlen der Forellen streichen und mit dem Bacon, ich hatte 100 Gramm, umwickeln.

Die Fische in eine feuerfeste Form geben und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze im Ofen 30 Minuten garen. Jetzt in einem Tiegelchen eine kleine Zwiebel feinhacken und in etwas Butter anbraten. Zugleich in einer Kasserolle einen Achtelliter Gemüsebrühe mit ein paar frischen oder auch getrockneten Rosmarinnadeln ein paar Minuten kochen lassen, den Sud zu den Zwiebelteilchen gießen und alles zehn Minuten vor Ablauf der Ofenzeit über die Forellen geben. Am Ende den Herd auf Grill oben umschalten und noch mal zehn Minuten Gutes bewirken lassen.

Die Holde hat noch ein Stück Fladenbrot im Tiefkühler gefunden, das wir aufgebacken haben. Außerdem hat meine bessere Hälfte einen grünen Salat beigesteuert. Ich erlaube mir mal noch eine passende Produktwerbung, auch wenn Strelitzius dabei finanziell leer ausgeht. Der Darguner Maibock schmeckt schon Mitte April. Die Zierde meines Heims hatte ostergemäß nach dem Schmaus einen von Nachbarin Christin fabrizierten und an Gründonnerstag uns geschenkten Eierlikör im Glas. Für den werbe ich lieber nicht, der ist so gut, ich will ja niemanden zum Berufswechsel drängen.