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Dominik Tramp (rechts) und sein Stellvertreter Philip Ahrndt.

In den 110 Jugendfeuerwehren und 37 Kindergruppen der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sind 1417 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 18 Jahren organisiert. Die Jugendwehrwarte, ihre Betreuer und Helfer haben 2017 etwa 33 000 Stunden ihrer Freizeit  aufgebracht. Diese Zahlen nannte Kreisjugendfeuerwehrwart Dominik Tramp auf dem Kreisjugendfeuerwehrtag des Landkreises am Wochenende in Golm. Daran nahmen 70 von 108 geladenen Delegierten teil, wie mir Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter Thomas Junge von der Kreisjugendfeuerwehr berichtet.

Die Delegierten haben eine neue Jugendordnung beschlossen. Fotos: Thomas Junge

In seinem Jahresbericht bedankte sich Tramp bei der Kreisjugendleitung, beim Kreisfeuerwehrverband Mecklenburgische Seenplatte und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie beim Team der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises für die gute Zusammenarbeit und die umfangreiche, problemlose Unterstützung. Höhepunkte 2018 waren unter anderem der Kreis- und Landesausscheid der Jugendfeuerwehren auf dem Gelände des Jugend-, Schulungs- und Ausbildungszentrums FTZ Neuendorf sowie das traditionelle Kreiszeltlager des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte. In diesem Jahr verbrachten hier auch zum ersten Mal deutsche, polnische und rumänische Mädchen und Jungen eine gemeinsame Ferienwoche mit viel Spiel, Spaß und feuerwehrtechnischer Ausbildung (Strelitzius berichtete).

In Vorträgen und Präsentationen wurde Einblick in die Arbeit der Kindergruppen und Jugendfeuerwehren gegeben. Berichtet wurde von  zahllosen und spannenden Ausbildungen, Aktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden und Amtsbereichen. Leider sinken die Mitgliederzahlen in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren. Gründe hierfür seien die Vielzahl der Angebote anderer Vereine wie auch eine “Null-Bock-Stimmung“ bei Kindern und Jugendlichen, hieß es. Um eine Schließung der Kindergruppen und Jugendfeuerwehren zu umgehen, setzt man vielerorts auf eine gemeinsame Ausbildung mit benachbarten Feuerwehren. In Grapzow konnte sogar eine neue Kindergruppe in der Feuerwehr gegründet werden.

Kreiswehrführer: Schließung ist der falsche Weg

Norbert Rieger

Stolz und dankbar über die geleistete Arbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren, zeigte sich auch Kreiswehrführer Norbert Rieger. „Dies ist der Grundstein für die zukünftige Arbeit in den Feuerwehren“, sagte er. Es erfreute ihn auch zu hören, dass sich Kindergruppen und Jugendfeuerwehren aufgrund des örtlich fehlenden Nachwuchses zusammentun und gemeinsame Wege in der Ausbildungs- und der Freizeitgestaltung gehen. „Die Schließung wäre hier der falsche Weg“, so Rieger.

Um die ehrenamtliche Arbeit besser nach außen zu präsentieren, soll die Öffentlichkeitsarbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren  ausgebaut werden. Weiterhin möchte sich Norbert Rieger im “Projekt Zukunft“ für die Nachwuchs- und Jugendarbeit in den Feuerwehren sowie die Brandschutzerziehung einsetzen.