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Eine große Freude hat mir dieser Tage mein Arbeitskollege Tino Griebsch aus Warbende gemacht. Er hat mir namens der Mecklenburg-Strelitzer Bierfreunde vier Flaschen selbstgebrauten Gerstensaftes zur Feierabendverkostung auf den Schreibtisch gestellt, und dann auch noch vier verschiedene. Tino frönt seit Jahren mit ein paar Mitstreitern dem Hobby des Bierbrauens und hat mir mit vielen Erzählungen und natürlich jetzt dem flüssigen Höhepunkt eine weitere Idee eingeimpft, wie ich mein so langsam nahendes Rentnerdasein sinnvoll bereichern könnte.

Tino Griebsch, in seiner Freizeit auch noch Mitglied einer Mittelaltertruppe und da nur unter Otto bekannt, verrät schon per Etikett auf seinen Flaschen den Spaß am Brauhobby. So stammt das Brauwasser für seine Kreationen unter anderem aus der „Messingquelle“, also dem Wasserhahn, und weil einem Gebräu Bitterorangenschalen hinzugesellt wurden, heißt das Ergebnis prompt „Orang Otto“. Kein Witz ist übrigens, dass Otto, also Tino, für sein untergäriges „Schneebier Pilsotto“ frischgefallenes Weiß vom Dach seines Carports eingesetzt hat.

Die experimentierfreudigen Strelitzer Bierfreunde scheuen auch nicht den Vergleich. So haben sie unlängst bei einem Wettbewerb der bekannten Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund teilgenommen und sich dort gut behauptet, auch wenn es für einen Platz auf dem Treppchen nicht gereicht hat. Das kann ja noch werden. Was für ein schönes Hobby! Ich habe mir zum Feiertag ein „Orang Otto“ genehmigt, es für gut trinkbar befunden, und freue mich jetzt auf die anderen drei Kostproben. Am kommenden Wochenende wird das obergärige „Simcotto“ seinen Kronkorken los. Und was den Ruhestand angeht, schauen wir mal. Unlängst wollte ich im Alter noch Wachteln halten…