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Paul Winkel und Eckhardt Rehberg im Bundestag. Foto: CDU

Vom 23. bis zum 26. Juni fand im Deutschen Bundestag erneut die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ statt. 355 Jugendliche stellten in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nach. Dafür wurden sie von Mitgliedern des Bundestages nominiert. Der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) schlug meinen Blogfreund und Korrespondenten, den 19-jährigen Paul Winkel vom Neustrelitzer Gymnasium Carolinum vor.

„Paul ist in seiner Freizeit ehrenamtlich engagiert und hat enormes Interesse an Politik und Gesellschaft. Ich freue mich, dass junge Menschen sich intensiv mit dem parlamentarischen Verfahren befassen und erfahren, dass Demokratie harte Arbeit ist, aber zugleich die beste Gesellschaftsform darstellt und auch Spaß bringen kann“, so Rehberg.

Die Teilnehmer im Alter von 17 bis 20 Jahren übernahmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und simulierten vier Gesetzesinitiativen. Zur Debatte standen Entwürfe zu chancengleichen Bewerbungen, zur Einführung von Pfand auf Kaffeebecher, zur Einführung von Elementen direkter Demokratie sowie zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien. Die Jugendlichen aus ganz Deutschland lernten dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen.

Im Anschluss an die Simulation diskutierten die Teilnehmer mit den Spitzenvertretern der Bundestagsfraktionen, wie realitätsgetreu Jugend und Parlament die parlamentarische Arbeit abbildet. Paul Winkel, der derzeit sein Abitur am Carolinum meistert und auch als Schülersprecher fungiert, zeigte sich nach der Veranstaltung begeistert: „Es ist eine einzigartige Gelegenheit, Gesetzgebungsprozesse nachvollziehen zu können, sich mit anderen politischen Meinungen direkt auseinander zu setzen und ein Gesetzgebungsverfahren von Anfang bis Ende zu begleiten. Ich kann für mich sagen, dass ich den ‚Beruf‘ des Politikers nun noch besser einschätzen kann, und kann nur jedem Jugendlichen raten, sich politisch zu engagieren.“