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Da über das verlängerte Wochenende die Strelitzius-Küche kalt geblieben ist, will ich wenigstens noch einen Gastro-Tipp an meine Leser bringen. Verbunden mit verspäteten Glückwünschen, denn das Kaminrestaurant „Diogenes“ der Familie Paksi in Wustrow hat schon im vergangenen Jahr seinen 15. Geburtstag gefeiert. Ist irgendwie an uns vorbeigegangen, obwohl wir uns dort immer wohl fühlen.
Heute waren es wegen des schlechten Wetters in der urigen Gaststube und nicht wie sonst auf der Terrasse eine Grillplatte und ein knackiger Hirtensalat mit Schafskäse, die uns voll zufrieden stellten. Und zu meinen Steaks mit Bratkartoffeln wurde wie erhofft Letscho gesellt, das in der ungarisch angehauchten Küche des Hauses nie ausgeht. Wobei mich das tolle Fischangebot noch fast umschwenken ließ. Der nächste Hecht ist meiner…

Die Gaststube des „Diogenes“ sucht durchaus ihresgleichen. Zu Zeiten zaghafter gastronomischer Anfänge in der Familie noch als Ausstellungsraum für den Kaminbau des Seniors genutzt, erschloss sich schnell das Potenzial der Fläche für die außergewöhnliche Bewirtung von Gästen. Und als die behördlich aufgebauten Küchenhürden genommen waren, gab es kein Halten mehr. Der ursprüngliche Plan, im Nachbarhaus ein Restaurant zu eröffnen, wurde zu den Akten gelegt.

Drei Kamine, die  eine Ausnahme in einem Gastraum sein dürften, erinnern heute noch an die Vergangenheit. Dazu gibt es jede Menge schönes altes Mobiliar anzuschauen, viele Bilder an den Wänden, Liebhaber edler Weine und Spirituosen geraten ob der aufgereihten Flaschen in großer Auswahl in Verzückung, und neben dem Sessel in der Ecke fehlen selbstverständlich nicht die guten Zigarren. Alles getreu dem die Speisekarte zierenden Motto von Konstantin Wecker: „Wer nicht genießt, ist nicht genießbar.“

Auch in diesem Sinne gab es mit besten Grüßen von Wirtin Christina Paksi noch einen leckeren Marillenbrand auf den Weg. Der fast zum Sitzenbleiben verleitet hätte.