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Denkmal, Freizeit, Hohenzieritz, Mecklenburg-Strelitz, Museum, Tourismus
Gähnende Leere am Wochenende im Schloss Hohenzieritz. Ganze 20 Besucher waren gekommen, um sich eine neue und durchaus gelungene Publikation zur Louisen-Gedenkstätte durch die Schlösser- und Gartenverwaltung vorstellen zu lassen. An ähnlichen Veranstaltungen rund um den Geburtstag der legendären Königin Luise am 10. März hatten in der Vergangenheit bis zu 200 Leute teilgenommen, erinnert sich Dr. Rajko Lippert. Der Vorsitzende des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz schätzte im Gespräch mit Strelitzius ein, dass das Land dringend mehr für das Marketing tun muss.
Die Besucherzahlen in der Gedenkstätte sind nach der Neugestaltung durch das Land dramatisch eingebrochen. Lippert beruft sich auf Angaben aus Schwerin, wonach 2017 nur noch knapp 4000 Interessierte an den Sterbeort der Preußenkönigin Luise (1776-1810) kamen. Das sind nur noch etwa 40 Prozent früherer Jahre.
Die Gedenkstätte soll ab Ende März wieder an Wochenenden geöffnet werden, zwischen Mai und Oktober auch wochentags. Die Stelle der Museumspädagogin ist dem Vernehmen nach neu ausgeschrieben, nachdem der Vertrag mit Mara Maroske nicht verlängert worden war, die 2016 hier ihre Tätigkeit aufgenommen hatte. Zwischenzeitlich muss Dr. Susanne Bocher vom Schloss Mirow die Hohenzieritzer Gedenkstätte kommissarisch mit betreuen.


Ein schöner Ort, ich erinnere mich gern.
Nur zur Erinnerung: Am 3.12.1993 wurde der Schlossverein Hohenzieritz Louisengedenkstätte e.V. gegründet. Am 19.3.2016 erfolgte die Auflösung. Dem überaus aktiven und verdienstvollem Verein wurde nach der Übernahme der Gedenkstätte durch das Land jede weitere Arbeit untersagt. Die Auffassung des Landes zur Gestaltung der Gedenkstätte waren andere als die des Vereins. Im Ergebnis kamen dann keine Besucher mehr … warum nur???
Von keinen Besuchern zu sprechen, ist völlig überzogen. Allenfalls kamen weniger Besucher, aber das entzieht sich meiner Kenntnis.