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Michael Goralczyk. Foto: Jörg Metzner

„Viel Zustimmung und ungeteilte Freude“ hat der Theaterförderverein für die diesjährige Vergabe des Neustrelitzer Theaterpreises „Verbeugung“ an den Schauspieler Michael Goralczyk erfahren. Das hat mir der Vereinsvorsitzende Marco Zabel mitgeteilt. Goralczyk hatte die Würdigung im Rahmen des 17. Theater- und Opernballs am vergangenen Sonnabend erhalten. Zabel erinnerte auch daran, dass die Auszeichnung „durchaus sinnreich“ unmittelbar an den 100. Todestag des letzten Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz Adolf Friedrich VI. angeschlossen hat, „der Großes für das Theater vorhatte“. Und in eine Residenzstadt gehöre ein so opulenter Ball, betonte Zabel.

Der Mecklenburger Michael Goralczyk, der 1976 in Neubrandenburg geboren wurde und in Neustrelitz und Berlin aufwuchs, gehört seit 2004 zum Ensemble. Immer wieder beeindruckt er das Publikum, ist dabei in den unterschiedlichsten Fächern zu Hause. So überzeugt er in Stöckelschuhen (in „Charleys Tante“) genauso wie in den großen Klassikern. Er gestaltete den Brandstifter („Biedermann und die Brandstifter“), den Pinneberg (in Falladas „Kleiner Mann, was nun“), den Dirigenten Daniel Daréus (in „Wie im Himmel“) oder den Angeklagten Lars Koch (in v. Schirachs „Terror“) sowie den Jedermann („Jedermann“), was selbst schon einem Ehrenpreis gleichkommt, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Nicht zu vergessen seine immer neuen Märchenrollen, zum Beispiel Peter Pan, Bork Borkasson oder der König Drosselbart.

„Mut und Intuition, Ernsthaftigkeit und große Verwandlungskunst machen den Absolventen der Berliner Schule für Schauspiel zu einem Aushängeschild des Ensembles“, stellt der Förderverein heraus. Auch sein über Dienstverpflichtungen hinaus gehender Einsatz für das Theater falle auf. Generationen übergreifend beliebt, engagiere sich Goralczyk zusammen mit Lisa Voss seit acht Jahren als Leiter einer ambitionierten Jugendtheatergruppe.