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Trainer Achim Hollerieth (rechts) und Cotrainer Robert Gerhard (links) schlossen befreit ihre Jungs in die Arme.

Andrew Marveggio eröffnete den Torreigen für die TSG.

TSG-Präsident Hauke Runge wähnte sich heute zwischenzeitlich im Traumland. Im Kellerduell schlägt die TSG Neustrelitz im heimischen Parkstadion die BSG Chemie Leipzig mit 3:0 (3:0). Damit machen unsere Regionalligisten zum Abschluss der Hinserie endlich einen Tabellenrang gut und stehen jetzt mit 13 Punkten auf Platz 16. Die Tore für die Platzherren schossen Andrew Marveggio (18.), Christian Okafor (25.) und George Kelbel (31.).

Christian Okafor zeigte heute, was in ihm steckt.

Nach einem nervösen Beginn auf beiden Seiten ohne Höhepunkte brachte die erste Ecke für die TSG auch gleich die Führung. Zvonimir Teklic zirkelte das Leder in den Chemie-Strafraum, Kevin Kalinowski legt per Kopf auf  Andrew Marveggio ab und der schießt aus dem Gewühl heraus den Ball aus Nahdistanz in den Dreiangel. Nur zwei Minuten später steht Pascal Patrick Eggert allein vor dem Chemie-Keeper, aber der Junge hat zur Zeit wirklich Pech am Stiefel und verzieht auch diesmal um Zentimeter.

Dafür hat Eggert die Eingabe auf Okafor mustergültig besorgt, der nur noch flach ins Eck einnetzen musste. Beim Tor von George Kelbel, der sich allein durchgesetzt hatte, konnte der Chemie-Keeper den Ball nur noch knapp hinter die Linie abfälschen. Schiedsrichter Steven Greif aus Westhausen, der die Partie tadelsfrei leitete, bewies ein gutes Auge und gab den Treffer.

Weitere Chancen leider vergeben

George Kelbel hat ein feines Tor gemacht, hier scheitert er an einem zweiten Treffer.

In der zweiten Hälfte versuchten die Chemiker alles, um zu einer Resultatsverbesserung zu kommen, blieben aber insgesamt zu harmlos. Die TSG-Abwehr stand, und den Rest erledigte Torsteher Norman Quindt. Die Platzherren gefielen immer wieder mit schnellen Vorstößen, die auch für Torgefahr sorgten. So schoss George Kelbel kurz nach dem Wechsel in aussichtsreicher Position den Schlussmann der Gäste an. Gleich zwei Riesen hatte Arjan Duraj auf dem Schuh. In der 80. Minute konnte er einen mustergültigen Pass von der linken Seite vor das Tor der Gäste nicht verwerten, in der 89. Minute versuchte er den Chemie-Schlussmann auszuspielen, aber der blieb Sieger. Rund 600 Zuschauer sahen die Partie, wobei die Fans von Chemie sicherlich die Hälfte stellten. Von denen war allerdings in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas zu hören.

Die Einwechslung von Arjan Duraj sorgte noch einmal für ordentlich Druck in der TSG-Offensive.

Das letzte Wort noch einmal an einen zufriedenen Hauke Runge: „Ein verdienter Sieg ohne Wenn und Aber. Ich hoffe, dass wir zum letzten Heimspiel vor der Winterpause am Freitagabend in der übernächsten Woche noch einmal alle Fans unserer Mannschaft hier im Parkstadion begrüßen können. Allen anderen wünsche ich schon mal besinnliche Feiertage. Und dann blicken wir mit Spannung auf den Verbandstag in der kommenden Woche.“ Was die Leipziger Fans von den Funktionären des Verbandes erwarten, hatten sie, siehe Bild unten, auf ein Transparent geschrieben.

Am kommenden Sonnabend muss die TSG Neustrelitz im ersten vorgezogenen Spiel der Rückrunde bei Herbstmeister Energie Cottbus antreten.