Schlagwörter

pilze_nudeln_pesto

pilze_nudeln_pesto2Die Holde hat mir innerlich heute Morgen bestimmt einen Vogel gezeigt, als ich ihr bei einer Temperatur am Gefrierpunkt erklärte, nunmehr in die Pilze gehen zu wollen. Zugegeben, so spät im Jahr hat es mich noch nie zwecks Jagd auf die Hutträger in den Wald getrieben, aber ich hatte da so eine Ahnung.

Und die hat mich nicht getrogen. Binnen einer halben Stunde war der Boden meines Korbes mit Maronen bedeckt und die Mahlzeit damit gesichert. Die Pilze sind in diesem Jahr sehr spät gekommen, es stehen etliche junge im Revier bei Klein Quassow, die sich noch gar nicht mit Wasser vollsaugen konnten. Denen hat auch der erste Frost wenig angetan.

Ich habe eine Zwiebel fein gehackt, 100 Gramm Schinkenwürfel aus dem Kühlschrank geholt und beides mit den geputzten und klein geschnittenen Pilzen in zwei Esslöffeln Rama Culinesse fünf Minuten unter Durchrühren gebraten. Oben drüber gab es getrocknete italienische Kräuter und ordentlich Pfeffer aus der Mühle.

Meine Oma kocht in Gedanken auch mit

Unterdessen habe ich Eliche gegart. Die kurze Spiralnudel ist gut geeignet Soße aufzunehmen und war deshalb erste Wahl im Vorratsregal. Unser angestammter Weinhändler hat uns vor geraumer Zeit ein Ricotta-Walnuss-Pesto zukommen lassen. Da bin ich ehrlich. Ich stehe ja mehr auf Eigenproduktion, aber meine Großmutter selig hat immer gesagt, „wenn man dir gibt, so nimme, wenn man dir nimmt, so schreie“. Und es musste weg, das Pesto.

Jedenfalls jagt man Walnüsse und Ricotta sowie ein paar Pinienkerne nebst getrockneten Tomaten und ein paar Basilikumblättern durch den Pürierer, ein bisschen mit Wasser und Olivenöl strecken. Dazu Salz und Knoblauch sowie einen Schuss Zitrone – keine Kunst. Mengen gebe ich nicht an, die muss jeder selbst herausfinden. Das Pesto mit den Nudeln gut vermischen, die ausgetretene Pilzflüssigkeit abgießen und die Pilze über die Nudeln verteilen. Dazu Parmesan streuen, kann man essen, um nicht zu schreiben, va bene!