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Die Bürgerinitiative Pro Schiene Mecklenburgische Seenplatte hat eine Postkartenaktion an Landrat Heiko Kärger (CDU) gestartet und ihn aufgefordert, den weiteren Betrieb der Kleinseenbahn im Nahverkehrsplan (NVP) für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte festzuschreiben. Im derzeitigen Planentwurf für 2017 bis 2020 wird die Bahn zwischen Neustrelitz und Mirow nur am Rand erwähnt. „Die Gutachten und die positive Zwischenevaluierung zum Modellprojekt, das Modellprojekt selbst, die Kreistagsbeschlüsse bezüglich der Bahnstrecke ebenso wie der öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen dem Landkreis und dem Land zur Übertragung der Aufgabenträgerschaft des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs werden schlichtweg ignoriert“, heißt es in einer Presseerklärung.

Die Initiative befürchtet, dass die vom Land zur Verfügung gestellten
Mittel zur Zeit von 300 000 Euro jährlich nach Ablauf des Modellprojekts 2017 somit automatisch in die allgemeine Finanzierung des Busverkehrs im Kreis einfließen würden, da ein über 2017 hinausgehender Bahnbetrieb dieser Strecke für den Plan ja gar nicht existiert bzw. von ihm auch nicht planerisch in Erwägung gezogen wird.

Fahrgastzahlen wachsen stetig

„Trotz Streichung der Landesmittel auf ein Viertel der ursprünglichen Summe und einer drastischen Reduzierung der Zugpaare hat die Kleinseenbahn in den bisher dreieinhalb Jahren seit Beginn des Modellprojekts stetige Zuwächse an Fahrgastzahlen aufzuweisen“, heißt es weiter. „Sie ist nach wie vor ein wichtiger Faktor im Alltagsverkehr und das Rückgrat des Tourismus zwischen Neustrelitz und Mirow. Busse sind hier kein Ersatz.“ Die Bürgerinitiative fordere neben dem Erhalt der Kleinseenbahn nach wie vor ein integriertes Verkehrskonzept für die Kleinseenplatte, in dem Bahn und Bus einander ergänzen und eine attraktive Alternative zum Auto bieten.

Die BI fordert den Landrat und den Kreis daher auf, sofort die nötigen Schritte für den Erhalt der Kleinseenbahn zu unternehmen, die Kreistagsbeschlüsse und Aufgabenstellungen in den NVP angemessen einarbeiten zu lassen und die Kleinseenbahn im NVP zu verankern. Ein entsprechender offener Brief ist auch an Kreistagspräsident Thomas Diener (CDU) und die Fraktionen gegangen.

Die Karte an den Landrat