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TSG 097

Es hat nicht sollen sein: Mit 0:1 verlieren die Regionalliga-Fußballer der TSG Neustrelitz vor 2000 Zuschauern ihr mit Spannung erwartetes Heimspiel gegen den
1. FC Magdeburg. Die Partie wurde durch einen verwandelten Foulelfmeter in der
32. Minute entschieden, den Andy Stolz aus Pritzwalk geben konnte, aber nicht musste. Nico Hammann traf für die Magdeburger.

Die Gastgeber waren über beide Hälften die spielbestimmende Mannschaft, während sich die Elbestädter als Spitzenreiter der Staffel und Aufstiegskandidat alles andere als meisterlich präsentierten. Kritische Worte muss sich vor allem der Neustrelitzer Stammtorhüter Daniel Bittner gefallen lassen, der mit seinen permanenten Show-Einlagen im eigenen Strafraum den TSG-Präsidenten Hauke Runge noch in die Schachabteilung des Vereins treiben wird.

Es nervt einfach, wenn ein Keeper offensichtlich der Meinung ist, auch als Feldspieler glänzen zu müssen und damit die ganze Mannschaft in Gefahr bringt. Diesmal verletzte er sich bei seinem Herumgeeiere so schwer, dass er vom Platz getragen werden musste. Von dieser Stelle gute Genesung! Auch die TSG-Verteidiger neigen immer wieder zum kreuzgefährlichen Querspiel vor dem eigenen Strafraum, anstatt zielgerichtet nach vorn zu spielen. Diese Schwäche schien zwischenzeitlich schon mal abgestellt.

Ersatztorhüter Daniel Strähle war noch nicht richtig warm, als er bei einem der wenigen Angriffe der Magdeburger in der Manier eines Handballtorwarts herauslief und prompt den gegenerischen Spieler ins Gesicht traf, anstatt konsequent an den Ball zu gehen. Strafstoß. Strähle machte seine Fehlleistung später zwar mit zwei guten Paraden wett, aber Coach Andreas Petersen muss heute einfach mit seinen Torleuten hadern. Der Rest der Mannschaft hat sich alle Achtung für eine couragierte Leistung verdient.

So fiel dann auch der Kommentar von Präsidiumsmitglied Stephan Neubauer aus. „Wir hatten den Gegner gut im Griff, vor allem in der zweiten Hälfte, haben uns auch gute Chancen erarbeitet, sind aber letztlich an einer Schwäche in der eigenen Defensive gescheitert.

Am kommenden Sonntag hat die TSG die Chance, die Scharte wieder auszuwetzen und zu zeigen, wer die Chefs im Parkstadion sind. Dann geht es in einem erneuten Heimspiel um 13.30 Uhr gegen die Kicker aus Auerbach.