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Die Bürgerinitiative Pro Schiene Mecklenburgische Kleinseenbahn hat darüber informiert, dass die Zugverbindung zwischen Mirow und Neustrelitz mit dem neuen Fahrplan wieder um einiges attraktiver geworden ist. Zwischen 9 und 20 Uhr ist die Kleinseenplatte jeweils in den ungeraden Stunden mit der Residenzstadt und in den geraden Stunden Neustrelitz mit Mirow verbunden. Das gilt zunächst bis zu Herbstferien.

Zum einen können so die Anschlüsse nach Waren und Malchow auch nach der verantwortungslosen Einstellung der Südbahn durch das Land weiterhin sichergestellt werden. Auch erfolgt eine längere Bedienung der Strecke in den Abend hinein, ein Angebot welches besonders im Sommer nachgefragt wird. So hat die Kleinseenbahn in Neustrelitz das letzte mal Anschluss nach Berlin, Stralsund und Rostock um 20:00 Uhr (Ankunft 19:45). Von Neustrelitz verkehrt die letzte Bahn dann ab 20:15 mit der bequemen Abendankunft in Mirow um 20:45.

Mit der Kombination durch die an Werktagen auch am Morgen fahrenden Busse ist so nun wieder über den ganzen Tag die Kleinseenplatte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Für Schüler bietet sich jetzt nach einem eventuell einmal nur fünf Schulstunden langen Unterrichtstag die direkte Verbindung von Neustrelitz ab 12:15 nach Hause an.

Auch gewährleistet die Bahn eine größere Unabhängigkeit ohne lange Autofahrten zwischen Neustrelitz, Wesenberg und Mirow nun über den ganzen Tag. Wege zur Arbeit, zu Hobby-, Musik- oder Sportangeboten oder einfach nur zum Einkaufen können so von Jugendlichen selbständiger und von Erwachsen gerade im Sommer entspannter mit Bus und Bahn erledigt werden. Auch lädt die Abfahrt des Zuges werktags um 18:30 (bis zum 24. August) ab Neustrelitz nach Ladenschluss der kleineren Geschäfte zu einer entspannten Rückkehr mit der Bahn ein.

Gleichzeitig wird mit diesem an Werktagen bis zum 24. August bis 18:30 wartenden Zug auch Anschluss an den derzeit einzigen täglichen ICE hergestellt, der Neustrelitz 18:25 aus München (11:21) über Nürnberg (12:34), Jena (14:57), Halle (16:03) und Berlin (Hbf 17:24) erreicht. So rücken auch diese ferneren Regionen wesentlich direkter und zeitlich attraktiv an die Kleinseenplatte heran.

Unter anderem, weil auch schon zahlreiche Hotels, Gästehäuser oder Campingplätze Abhol- und Bringedienste zu den Unterwegsbahnhöfen anbieten, bleibt so die Region auch für Gäste attraktiv die nicht ein oder zwei Reisetage am Lenkrad gefesselt verlieren wollen oder können, meinen die Bürgeraktivisten in ihrer Mitteilung. Und natürlich lädt das jetzige Bahnangebot vor allem dazu ein, die Attraktionen der Region vom Schloss in Mirow, über die Altstadt Wesenbergs, den Wäldern und Badeseen bis hin zur Kulturstadt der Seenplatte, Neustrelitz, zu erkunden und das Auto einfach auch einmal stehen lassen zu können.