Am vergangenen Samstag gegen 13 Uhr meldete sich der Schiffsführer eines Ausflugsschiffes der Weißen Flotte Müritz bei der Wasserschutzpolizei Waren. Er teilte mit, dass sich das Schiff manövrierunfähig auf der Binnenmüritz befinde. Das Ausflugsschiff hatte 15 Fahrgäste und drei Besatzungsmitglieder an Bord.
Am gestrigen Montag wurde der Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Waren gegen 16.40 Uhr durch einen Zeugen mitgeteilt, dass ein Segelboot auf dem Vilzsee bei Mirow gekentert sei. Die beiden Besatzungsmitglieder (62, 64), die mit dem 4-Meter-Segelboot unterwegs waren, wurden von der Besatzung eines weiteren Bootes unverletzt geborgen. Das Segelboot sank teilweise und soll durch den Eigentümer im Laufe des heutigen Tages gehoben werden.
Die aktuellen Temperaturen unter Null führen seit einigen Tagen verstärkt zu Eisbildung auf den Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern. Einige Binnenseen, das Kleine Haff sowie vereinzelt regionale Küstenabschnitte der Ostsee (insbesondere Boddengewässer um Rügen) sind von einer leichten Eisschicht bedeckt. Die frostigen Temperaturen dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Eis nicht tragfähig ist, heißt es in einer Mitteilung der Wasserschutzpolizei.
Mit dem Ende der Sommersaison werden vermehrt Boote und Bootsmotoren von den Nutzern und Eigentümern aus dem Wasser genommen, getrailert, winterfest gemacht und eingelagert. Gerade in diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, maritime Technik richtig zu transportieren und anschließend gegen Einbruch bzw. Diebstahl zu sichern.
Die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern erinnert in diesem Zusammenhang an einige Sicherheitsregeln:
1. Richtig Trailern: – Zuladung prüfen und das Boot beim Trailern richtig sichern (Ladung) – zulässiges Gesamtgewicht des Gespannes nicht überschreiten – das Gespann nur mit richtiger und gültiger Fahrerlaubnis bewegen – Fahrverhalten des Gespannes richtig einschätzen – Ausrüstungs- und Verkehrsregeln im Straßenverkehr für Zugfahrzeuge und Anhänger beachten – allgemeine Regeln vor Fahrtantritt beachten (WOLKE – Wasser, Öl, Luft, Kraftstoff, Elektrik) – nüchtern fahren (das gilt auch auf dem Wasser)
2. Boote richtig sichern und vor Einbruch schützen:
– Sicherung des Bootslagers/Bootsschuppens gegen Einbruch – wertintensive und leicht demontierbare Gegenstände separat verschließen – Fotos vom Boot/Bootszubehör und den Seriennummern fertigen – das „Winterlager“ regelmäßig selbst prüfen oder prüfen lassen – jeden Diebstahl/Diebstahlsversuch zur Anzeige bringen!
Lassen Sie außerdem den Außenbordmotor sowie maritimes Equipment bei Ihrer örtlichen Wasserschutzpolizeiinspektion codieren. Mit dieser eindeutigen Identifizierungs- und Eigentumskennzeichnung schaffen Sie u.a. die Möglichkeit, dass der entwendete Bootsmotor schnell Ihrem Eigentum zugeordnet werden kann. Außerdem sind als codiert gekennzeichnete Gegenstände deutlich uninteressanter für ein Diebstahlsdelikt. Kontaktdaten zu den Dienststellen der Wasserschutzpolizei finden Sie auf der Website der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de.
Am Vormittag des heutigen Donnerstag wurden die Suchmaßnahmen der Polizei nach dem vermissten Schwimmer im Domjüchsee bei Neustrelitz (Strelitzius berichtete) wieder aufgenommen. Im Einsatz waren Kollegen der Wasserschutzpolizei aus der Region, die mit technischen Hilfsmitteln eine circa drei Meter tiefe Absuche des Sees vorgenommen haben. Zusätzlich wurde der gesamte Uferbereich abgesucht.
Am vergangenen Mitttwoch kam es im Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Waren zu zwei Unfällen. Die WSPI Waren erhielt gegen 9.30 Uhr Kenntnis von einem Sportbootunfall im Yachthafen Mirow. Vor Ort stellte die Besatzung des Streifenbootes WS 62 fest, dass ein 59-jähriger Führer (Sachsen-Anhalt) eines Hausbootes durch ein Fahrmanöver an drei weiteren Sportbooten Beschädigungen verursacht hatte. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde das verursachende Hausboot durch starken Windeinfluss bei der Einfahrt in den Yachthafen gegen die Vorpiek von drei weiteren Stillliegern gedrückt. Es entstanden leichte Beschädigungen an allen Sportbooten. Der Sachschaden wird auf über 4.000 Euro geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden.
Ebenfalls am 21. August wurde die WSPI Waren über einen Sportbootunfall in einem Yachthafen am Ellbogensee in Priepert informiert. Bei einem Wendemanöver touchierte ein Sportbootführer aus Bayern mit dem Heck seines Charterbootes den Anlegesteg, so dass ein Balken des Steges brach. Der am Steg entstandene Sachschaden beträgt ca. 2.500 Euro. Am Sportboot selbst wurde kein Schaden verursacht. Auch hier kamen keine Personen zu Schaden. Der 61-jährige Sportbootführer wurde einem Atemalkoholtest unterzogen, der negativ verlief.
Die WSPI Waren nahm in beiden Fällen eine Sportbootunfallanzeige auf. Die Verursacher wurden mit einem Verwarngeld belangt.
Streifenwagen der Wasserschutzpolizei Waren (MV) im Warener Hafengelände.
Heute starten die Wasserschutzpolizeien der Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wieder in die „Maritime Safety Days“. Damit beginnen erneut wasserschutzpolizeiliche präventive Kontrollaktionswochen, die im Laufe dieses Jahres in allen Küstenländern gleichzeitig stattfinden werden. Diese Kontrollwochen fokussieren sich, wie auch im letzten Jahr, auf Fahrgastschiffe, Sportboote und Frachtschiffe. Beginnend mit der ersten Märzwoche werden zunächst Fahrgastschiffe und Fähren stärker kontrolliert.
Fahrgastschiffe und Fähren sind ein wichtiges Personenbeförderungsmittel und auch im öffentlichen Personennahverkehr unterwegs. Laut Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft, Post-Logistik und Telekommunikation (BG Verkehr) sind in Deutschland rund 1.000 Fahrgastschiffe und Fähren eingesetzt, ein großer Teil davon in den Küstenländern. Fahrgastschiffe und Fähren unterliegen gemäß internationaler und nationaler Vorschriften in Bau und Ausrüstung hohen Ansprüchen und müssen die Sicherheit der Fahrgäste garantieren. Diesen Anforderungen müssen auch Schiffseigner, Schiffsführer sowie Bordpersonal gerecht werden. Um die Eigner und Reeder bei der Einhaltung der Sicherheitsstandards zu unterstützen, führt die Wasserschutzpolizei regelmäßige Kontrollen durch.