Kennen Sie den Herbstgeruch im Wald? Da müssen doch irgendwo Pilze stehen… Wer noch einmal vor dem Spaziergang mit dem Korb durch den Wald sein Wissen auffrischen möchte, dem sei der Vortrag von Manfred Böttcher am Mittwoch, 14. Oktober, um 18.30 Uhr, im Müritzeum angeraten.
Steinpilz, Pfifferling und Rotkappe: Die Aussicht auf ein leckeres Pilzgericht und das Sammeln in naturnahen Wäldern zieht jetzt viele Menschen hinaus in die Natur. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch im Müritz-Nationalpark das Pilze sammeln während der Saison erlaubt. „Im Nationalpark gilt das Wegegebot: Entlang der Wege können Pilze gesammelt werden, das Verlassen der Wege ist jedoch nicht erlaubt“, erläutert Ulf Zimmermann, Leiter des Nationalparkamtes.
Es mutet herbstlich draußen an, die Blätter verfärben sich, die Tage werden kürzer und kühler – kurzum: es ist Pilzsaison! Wer noch einmal vor dem Spaziergang mit dem Korb durch den Wald sein Wissen auffrischen möchte, dem sei der Vortrag von Manfred Böttcher, Pilzsachverständiger des Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, am Mittwoch, 8. Oktober, um 18.30 Uhr, im Müritzeum in Waren angeraten.
Die Pilzsaison hat auch im Nationalpark begonnen. Foto: Nora Künkler
Steinpilz, Pfifferling und Rotkappe: Im Spätsommer zieht die Aussicht auf ein leckeres Pilzgericht und das Sammeln in naturnahen Wäldern viele Menschen hinaus in die Natur. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch im Müritz-Nationalpark das Pilzesammeln während der Saison erlaubt. „Im Nationalpark gilt das Wegegebot: Entlang der Wege können Pilze gesammelt werden, das Verlassen der Wege ist jedoch nicht erlaubt“, erläutert Eike Lucas, Pressesprecher des Müritz-Nationalparks.
An drei Tagen im Herbst 2024 machen wir Sie in Steinmühle bei Carpin von 8.00 bis 17.00 Uhr mit den verschiedensten Pilzen bekannt.
Der erste Tag, am 20.09.2024, wird ein Tag zu den Röhrlingen sein. Röhrenpilze, manche sagen auch Schwammpilze, gehören zu den beliebtesten Pilzen überhaupt. Der Grund dafür ist, es gibt in dieser großen Familie der Röhrlingsartigen keine lebensgefährlich giftigen Arten nur Arten, die heftige Verdauungsprobleme verursachen.
Am 21.09.2024 werden wir uns den Knollenblätterpilzen, den Champignons, den Schirmpilzen, Tintlingen, Täublingen und den Milchlingen widmen. Blätterpilze sind für viele Pilzsammler eine ungeliebte Sammelart, weil eine natürliche Angst vor einer Vergiftung mit Knollenblätterpilzen besteht, vor allem mit dem Grünen Knollenblätterpilz (Amanita phaloides). Auf sein Konto gehen jährlich die meisten Vergiftungen, die leider oft tödlich enden. Unter den Blätter- bzw. Lamellenpilzen gibt es eine große Anzahl sehr guter Speisepilze, sogar unter den Knollenblätterpilzen.
Am letzten Tag, der 22.09.2024, machen wir Sie mit den Pilzen an Holz, Leisten- und Stoppelpilze sowie Stachelbärte bekannt. „An lebenden und abgestorbenem Holz wachsen eine Vielzahl von Pilzen verschiedenster Arten, z. B. Hallimasch und Stockschwämmchen, aber auch Porlinge, wie der Zunderschwamm und Pilze im Winter, z. B. Austernseitlinge. Zu den beliebtesten Sammelarten gehören bereits im Sommer die Pfifferlinge. Diese Pilze gehören zu den Leistenpilzen. In dieser Gattung gibt es keine giftigen Arten. Sehr interessant sind Stoppelpilze und Stachelpilze. Die letztere Gattung beinhaltet sowohl die Pilze, die an Holz vorkommen und welche, die kein Holz benötigen.
Lernen Sie in diesem besonderen Pilz-Jahr die unterschiedlichsten Fruchtkörper in seiner Form, Farbe, seinem Geruch, Geschmack und seinen Fähigkeiten kennen. Dozentin ist Frau Veronika Weisheit, Pilzsachverständige von M-V und der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).
Manfred Böttcher, Pilzsachverständiger des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, kennt sich bestens aus in der Welt der Pilze. Auf seinen Streifzügen durch die Natur findet er zu jeder Jahreszeit welche, während andere oft erfolglos von der „Dritten Jagd“ heimkehren. In seinem Vortrag in der Reihe „Mittwochs im Müritzeum“ (MiM) am 4. Oktober um 19.30 Uhr, entführt Böttcher die Gäste mit Bildern in die faszinierende Welt der Pilze und verrät, wie man diese am besten sammelt, woran man einen guten Speisepilz erkennt und welche Pilze man eher stehen lassen und nur bewundern sollte. Außerdem gibt er Tipps zur Zubereitung – vor allem der nicht so bekannten Pilzarten.
Das Müritzeum lädt alle Pilzfreunde zu diesem virtuellen Jahresspaziergang durch den Wald ein. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Ergänzend zum Vortrag ist eine Pilzberatung mit einer Pilzschau am darauffolgenden Wochenende 7. und 8. Oktober im Müritzeum geplant. Dann kann jeder einen Blick auf die ausgestellten Pilz-Originale werfen oder seine eigenen „Jagderfolge“ zum Bestimmen durch Manfred Böttcher mitbringen. Natürlich nur, wenn es bis dahin echtes Pilzwetter gibt.
Wer sich an die Regeln hält, kann sich ungetrübt über die Fundstücke im Müritz-Nationalpark freuen. Foto: C. Drühl / 1000Seen
Leuchtend gelb lockt der Pfifferling von Juli bis Oktober die Pilzsucher in den Wald. Daher bedeutet die anstehende Saison nicht nur kulinarische Freuden, sondern auch viele Sammler abseits der Wege im Nationalpark. Grundsätzlich besteht im Müritz-Nationalpark ein Wegegebot. Während der Pilzsaison lässt die Nationalparkverwaltung aber eine Ausnahme zu. Außerhalb der Kernzone dürfen im Nationalpark Pilze oder Beeren für den Eigenbedarf gesammelt werden. Abtransport in unzähligen Eimern und Körben zählt jedoch nicht dazu.
Voraussetzung für diese Ausnahme ist dabei der schonende Umgang mit dem Wald und seinen Bewohnern. Die umgebende Flora und Fauna sollte möglichst unberührt bleiben und nach dem Sammeln unbeschadet verlassen werden. Unbekannte Pilze sollten in Ruhe gelassen und nicht sinnlos zerstört werden. Ein ruhiges Verhalten sowie Aktivitäten außerhalb der besonders sensiblen Dämmerungszeiten sollten selbstverständlich sein.
Leider entstehen während der Saison immer wieder Probleme mit Fahrzeugen. Das Nationalparkamt weist daher nochmals darauf hin, dass das Befahren von Wegen mit Motorfahrzeugen weiterhin untersagt ist, ebenso das Parkieren außerhalb der ausgewiesenen KFZ-Stellplätze. Beides wird mit Bußgeldern geahndet.
Es ist Pilzsaison, auch im Müritz-Nationalpark. Damit das Sammeln eine Freude bleibt, ist es umso wichtiger zu wissen, was im Park erlaubt ist und was nicht.
Leuchtend gelb lockt der Pfifferling von Juli bis Oktober die Pilzsucher in den Wald. Doch Pilze bereichern nicht nur unseren Speiseplan, sie spielen auch eine zentrale Rolle im Ökosystem Wald. Pilze stehen in Wechselwirkung mit Bäumen und sorgen als stille Helferlein des Waldes für einen gesunden Nährstoffaustausch. Sie übernehmen Schlüsselfunktionen, die durch übertriebenes Sammeln gefährdet werden können.