Freuen sich über die Auszeichnungen: von links nach rechts Jörg Weckwerth, Kathleen Benzin und Robert Dreyer, es fehlt Anja Rosenthal.
Die MeLa in Mühlengeez ist nun schon zwei Wochen her, die Ergebnisse sind dank der Post endlich angekommen, und nun kann offiziell mitgeteilt werden, dass Mitglieder vom Imkerverein Neustrelitz erfolgreich an der Honigprämierung des Landesverbandes der Imker Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen haben und auf der MeLa ausgezeichnet wurden. Die Jury hat Honige aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns unter die Lupe genommen, kontrolliert wurden etliche Parameter, u.a. hat der Imker sauber und ordentlich gearbeitet, stimmt der Wassergehalt, wie hoch ist die elektronische Leitfähigkeit, der Invertasewert usw.
Mit dem Honig- und Regionalmarkt am Hafen haben die Neustrelitzer Imker ein alljährliches tolles Event in die Residenzstadt gebracht.
Am vergangenen Wochenende wurden auf der MeLa die diesjährigen Honige vom Landesverband der Imker Mecklenburg-Vorpommern bewertet und prämiert. Der Imkerverein Neustrelitz hat sich dort das sechste Jahr in Folge erfolgreich einer kritischen Jury gestellt. „Wir waren mit fünf Einreichungen erfolgreich, alle durch Wiederholungstäter, die schon öfter ‚auf dem Treppchen“ gestanden haben. Zwei Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze wurden eingefahren. Wie immer sind es schlussendlich Kleinigkeiten, die entscheiden“, so der 2. Vereinsvorsitzende Martin Henze gegenüber Strelitzius.
Viel wichtiger sei, „dass in unserem Verein Dynamik herrscht. Wir konnten in den letzten Jahren unsere Mitgliederzahlen um gute 50 Prozent steigern. Somit ist ein Fortbestehen in den nächsten Jahren gesichert, um auch weiterhin als Ansprechpartner und Akteur in der Region aktiv zu sein“, betonte mein Blogfreund.
Mit Freude und etwas Anspannung hat Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus heute die bis einschließlich Sonntag stattfindende die 32. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (MeLa) in Mühlengeez eröffnet. „Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass sich die Branche trifft und auf sich aufmerksam macht“, sagte der Minister in seiner Eröffnungsrede und gab einen Ausblick auf die Messe-Highlights: „Auf der MeLa wird Landwirtschaft erlebbar gemacht. Sie ist mit 900 Ausstellern in diesem Jahr die größte Messe, die wir in Mecklenburg-Vorpommern haben und ermöglicht auf 174.000 Quadratmeter Ausstellungs- und Aktionsfläche eine Reise durch die Viefalt der ländlichen Räume. Ich freue mich auf die 165 Tierrassen, die alte und neue Landtechnik und natürlich die schmackhaften Produkte aus der Region. Besonders hervorheben möchte ich, dass wir 66 Neuaussteller begrüßen dürfen, elf weitere Staaten vertreten sind und auch die Schweinezüchter, die nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im November 2021 fernbleiben mussten, wieder teilnehmen können und mit rund 40 Tieren eine eigene Halle beziehen.“ Am Stand seines Ministeriums stehe das Thema Wasser als unser wichtigstes Lebensmittel auf der Agenda, so der Minister.
Landwirtschaftliche Produktion und Klima- und Umweltschutz zusammendenken
Die Stimmung in der Landwirtschaft bezeichnete Minister Backhaus als angespannt: „Der andauernde Krieg in der Ukraine, die steigende Inflation, das stagnierende Wirtschaftswachstum und ständig neue Gesetzesinitiativen setzen die Branche massiv unter Druck. Potenzieller Nachwuchs scheut sich in der Landwirtschaft Fuß zu fassen, denn die Zukunftsaussichten sind ungewiss. Das müssen wir ändern und dazu braucht ein Umdenken in Politik und Gesellschaft. Die Landwirtschaft ist unsere Lebensversicherung; ebenso wie das Fortbestehen unserer natürlichen Ressourcen. Es geht nicht um ein „Entweder-Oder“, sondern darum, landwirtschaftliche Produktion und Klima- und Umweltschutz zusammenzudenken. Das ist nicht leicht und stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Es werden Kompromisse notwendig sein und wir werden nicht alles auf einmal erreichen können. Das müssen wir verstehen, statt mit der ideologisch motivierten Brechstange vorzugehen und einem Berufsstand der unser aller Überleben sichert durch schlecht gemachte Gesetze, die an unserer Lebensrealität vorbeigehen, die Existenzgrundlage zu entziehen“, führte Backhaus aus und nannte exemplarisch das Gebäudeenergiegesetz, das LNG-Beschleunigungsgesetz, das Tierhaltungskennzeichungsgesetz oder die massive Kürzung der GAK-Mittel, die zur Unterstützung von Investitionen in die ländlichen Räume eingesetzt werden.