Eine Maschine dieses Typs musste bei Pasewalk notlanden. Foto: Alois Amstutz
Am gestrigen Sonntag gegen 16.40 Uhr kam es wegen Treibstoffmangels zur Notlandung eines Ultraleichtflugzeuges vom Typ „Ikarus C42“ auf einem bewirtschafteten Acker bei Pasewalk. Der 65-jährige Pilot, ein Schweizer Staatsangehöriger, befand sich alleine auf dem Flug von Stendal nach Pasewalk und hatte sein Ziel fast erreicht.
Der Pilot blieb unverletzt. Am Flugzeug entstand geringer Sachschaden. Die Bergung des Flugzeuges erfolgte durch den Piloten in eigener Zuständigkeit.
Am späten Freitagabend wurden Beamte des Polizierevieres Friedland vom Flughafenpersonal aus Trollenhagen darüber informiert, dass zwei Flugzeuge während des Anfluges auf den Flughafen mit einem Laserpointers bestrahlt worden sind. Um 22.15 Uhr näherte sich das erste Flugzeug, eine „Cessna Citation 2 C550“, dem Flugenhafengelände in Trollenhagen, als der Pilot einen von rechts kommenden Strahl eines grünen Laserpointer bemerkte. Der Laserpointer traf nicht das Sichtfeld des Piloten, sodass dieser ungehindert seine Maschine landen konnte.
Das zweite Flugzeug, eine „Piper PA-42“ näherte sich um 22.55 Uhr der Landefläche des Flughafens, als der Pilot ebenfalls einen grünen Strahl eines Laserpointer bemerkte. Die Kabine des Piloten und seines daneben befindlichen Co-Piloten war hell erleuchtet. Auch in diesem Fall wurde dass Sichtfeld des Piloten nicht erfasst und er konnte das Flugzeug ungehindert landen. Beide Maschinen waren jeweils mit fünf Personen bestehend aus Pilot, Co-Pilot und drei Ärzten besetzt. Ziel beider Maschinen war der Transport lebenswichtiger Organe, in diesem Fall ein Herz und eine Lunge. Beim Anflug auf die Landefläche befanden sich die Maschinen in einer Höhe von ca. 2000 Fuß.
Aufgrund der Anflugrichtungen kann als grober Standort des Laserpointerschützen die Ortslage und Umgebung Woggersin benannt werden. Gegen den zur Zeit unbekannten Täter wurde Anzeige wegen Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und wegen versuchter Körperverletzung erstattet. Zeugen, welche zum oben genannten Zeitpunkt Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich im Polizierevier Friedland unter der Telefonnummer 039601 300224, in jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de zu melden.
Glück im Unglück hatte ein 48-jähriger Flugschüler aus Greifswald, der heute am späten Vormittag mit seiner Cessna über dem Flugplatz von Güttin auf Rügen einen Triebwerksschaden hatte. Auf Anweisung des Fluglehrers am Boden landete der Pilot die defekte Maschine auf einer Wiese neben der Piste, wo sie beim Ausrollen in ein Wasserloch stürzte und nach vorn kippte.
Der Flugzeugführer erlitt Verletzungen im Gesicht, war aber ansprechbar. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Rostock geflogen. An dem Kleinflugzeug entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden von 50 000 Euro. Die Kripo Stralsund ermittelt in dem Fall.