Schlagwörter
Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Stadtvertretung, Stellungnahme, Widerspruch, Windenergiegebiete

Die Stadtvertretung Mirow hat auf ihrer Sitzung am Dienstagabend der Ausweisung der Flächen 95a/b bei Mirow und 96 bei Leussow als Vorranggebiete für die Windenergienutzung widersprochen. Die bisherige Betrachtung der Flächen durch den Regionalen Planungsverband wurde von den Abgeordneten als „nicht ausreichend und zu oberflächlich“ eingeschätzt.
Die Stadt Mirow bekenne sich ausdrücklich zu den energiepolitischen und klimapolitischen Zielen des Landes und unterstütze den Ausbau erneuerbarer Energien, heißt es in der Stellungnahme weiter. „Dennoch ist festzustellen, dass die planerische Bewertung der genannten Flächen fachlich nicht nachvollziehbar erscheint. Wichtige Konfliktpunkte wie Auswirkungen auf Natur und Artenschutz, das Landschaftsbild, die touristische Entwicklung, die Wohnverhältnisse und bestehenden räumlichen und infrastrukturelle Gegebenheiten wurden nach den vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend berücksichtigt.“
Die Ausweisung von Gebieten für die Windenergienutzung und der spätere Bau von Windkraftanlagen würden die Region über viele Jahrzehnte prägen und langfristige Einflüsse auf Natur, Klima, Lebensqualität, Raumentwicklung und Tourismus haben. Gerade wegen dieser erheblichen und dauerhaften Bedeutung sei eine umfassende und sorgfältige Prüfung aller relevanten Aspekte durch den Planungsverband von besonderer Wichtigkeit, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Am gestrigen Morgen hatte die Mirower Bürgerinitiative 2400 Stellungnahmen zur Ausweisung der Windenergiegebiete an den Regionalen Planungsverband übergeben (Strelitzius berichtete).