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Es gibt Momente, in denen eine Stadt innehält, zurückblickt und erkennt, wie viel Kraft in den Menschen steckt, die sie tragen. Ein solcher Moment war der 5. Dezember 2025. Im Kulturquartier feierte das Engagementnetzwerk „EiNZ – Engagiert in Neustrelitz“ sein fünfjähriges Bestehen – fünf Jahre voller Ideen, Begegnungen, Mut, Rückhalt und gelebter Solidarität.
Als EiNZ vor fünf Jahren begann, war es ein Experiment, ein Versprechen, ein Hoffnungsschimmer: Menschen zusammenzubringen, die sich für ihre Stadt einsetzen wollen. Heute ist es weit mehr als das. Es ist ein lebendiges Netz aus Vereinen, Initiativen, Engagierten und Unterstützenden, die Neustrelitz nicht nur gestalten, sondern immer wieder neu verwandeln – mit Herz, Ausdauer und einer beeindruckenden Portion Idealismus.
Zum Jubiläum kamen nicht nur diejenigen zusammen, die das Netzwerk mit Leben füllen. Auch Bürgermeister, Stadtpräsidium und Stadtvertretung nahmen teil. Das war ein bewusst gesetztes Zeichen: Engagement braucht Politik – und Politik braucht Engagement. Die Begegnung machte deutlich, dass Ehrenamt keine Selbstverständlichkeit ist, sondern Anerkennung, Wahrnehmung und Unterstützung verdient. Und sie zeigte, wie wichtig Kommunikation und Vernetzung zwischen Zivilgesellschaft und Stadtpolitik für eine starke, resiliente Stadtgemeinschaft sind.
Emotionale Berichte ukrainischer Flüchtlinge
Besonders bewegend waren die Beiträge von Menschen aus der Ukraine, die seit ihrer Ankunft in Neustrelitz Unterstützung erhalten haben. Sie berichteten gemeinsam mit Helfenden sehr emotional davon, wie groß die Hilfsbereitschaft in der Stadt war – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie gelebte Solidarität in schwierigen Zeiten trägt und verbindet. Ihre Worte machten deutlich, welche Wirkung Engagement haben kann, wenn es Menschen in Not begegnet.
„Das Ehrenamt ist das leise Pochen im Herzen der Stadt. Oft unsichtbar, doch unverzichtbar. Es sind die Menschen, die sich nach der Arbeit noch einmal auf den Weg machen, die organisieren, begleiten, zuhören, helfen und Brücken bauen. Sie tun es nicht für Ruhm oder Geld, sondern weil ihnen etwas wichtig ist – weil sie an ihre Stadt glauben. Weil sie wissen: Gemeinschaft entsteht nicht von selbst, sondern dort, wo jemand anfängt“, schreibt mir Christina Marschall, Koordination Ehrenamt & Engagement der Stadt Neustrelitz.
Von der Vision zum Motor
EiNZ hat in den vergangenen fünf Jahren gezeigt, was möglich wird, wenn dieser Wille aufeinandertrifft. Neue Kooperationen sind gewachsen, Projekte wurden gestärkt, Strukturen geschaffen, die Menschen zusammenführen. Was mit einer Vision begann, ist heute ein Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Neustrelitz.
Einen besonderen Glanzpunkt des Abends setzten Kinder und Jugendliche der Musikschule Kon.centus. Mit fein gespielten Klavierstücken verliehen sie dem Festakt eine stimmungsvolle, feierliche Atmosphäre und schufen musikalische Momente, die den Abend auf wundervolle Weise umrahmten.
Rückblick und Ausblick
„Der Festakt am 5. Dezember war daher nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Ausblick. Ein Moment der Wertschätzung – und ein lauter Aufruf, das Engagement in den kommenden Jahren weiterzutragen. Denn eine lebendige Stadt braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, und eine Politik, die ihnen den Rücken stärkt“, so die Koordinatorin weiter.
Neustrelitz habe an diesem Abend nicht nur ein Netzwerk gefeiert. Neustrelitz habe seine Engagierten gefeiert – und damit den Kern dessen, was diese Stadt ausmacht: Zusammenhalt, Verbundenheit und die tiefe Überzeugung, dass jeder Mensch etwas bewegen kann. „Dieses Jubiläum war mehr als ein Fest. Es war ein Versprechen an die Zukunft.“

