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Unmittelbar nach der Werkeinführung begannen die Proben für „Luft“. Fotos: Theresa Lange
Gaetano Posterino

Schon der Name entlockt ein Wow. Kein Geringerer als Gaetano Posterino studiert mit der Deutschen Tanzkompanie „Luft“ ein, das dritte Stück im Elementezyklus der Truppe. Der Choreograf und Tänzer, auf den Bühnen der Welt zu Hause, besorgte am heutigen Mittag die traditionelle Werkeinführung für Ensemble und Presse und stellte weitere Wows in Aussicht, nachdem seine Vision des Stoffs umgesetzt ist. Mehr noch, der eine oder andere im Publikum werde hoffentlich den Wunsch verspüren, das Stück zwei Mal anzuschauen. Zu seiner Vision gehöre, betonte der Choreograf, die Deutsche Tanzkompanie in eine neue Richtung zu führen. Premiere ist am 14. März im Schauspielhaus Neubrandenburg, „Luft“ wird auch im Landestheater Neustrelitz, im Theater Putbus und auf der Bühne der Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz unter freiem Himmel zu erleben sein.

Die Kompanie bietet für „Luft“ zwölf Tänzerinnen und Tänzer auf. Nicht dabei Franziska Schüller, die für eine andere künstlerische Herausforderung an der Bühne Baden temporär freigestellt worden ist. Dafür stoßen Georgia Enrico, Charles Riddiford und Katherina Rooke zur Truppe. „Es ist viel Arbeit zu leisten“, kündigte der italienische Choreograf angesichts des sehr dynamischen Stückes an. Er wolle seine Akteure regelrecht zum Fliegen bringen. „Ich bin sehr dankbar den Zyklus fortsetzen zu dürfen, es wird eine schöne Reise, ein Abenteuer“, so Posterino, der zuletzt am Landestheater „Die Fledermaus“ choreografiert hat. Unübersehbar: Die Chemie zwischen Meister, Tänzerinnen und Tänzern stimmt.

„Luft ist Atmen, ist Leben, wir brauchen sie ständig, um zu überleben, nichts kann besser als Tanz die Bedeutung von Luft zeigen“, ist sich der 50-Jährige sicher. Das abendfüllende Tanzstück werde fünf chronologische Abschnitte haben: Vom Beginn des Lebens über die Luft als Symbol der Freiheit und des schwerelosen Träumens, ein mythologisches Kapitel, die Tragik vergifteter Luft bis zum kraftvollen Finale, in dem die Hoffnung auf Harmonie zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck gebracht wird. Und Luft verbinde, wir alle atmen Luft, bekräftigte Posterino. Er stellte auch bereits Ausschnitte der Musik vor, die die von der Bühne aus vermittelten Gefühle noch verstärken soll. Und einer Windmaschine werde eine gewichtige Funktion zukommen…

Marco Zabel, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Tanzkompanie, zeigte sich sehr froh, Posterino an Bord zu haben. Es sei bemerkenswert, mit welcher Intensität sich der Gast in kürzester Zeit auf die Kompanie eingelassen habe. Zabel verzichtete diesmal auf Äußerungen zur wirtschaftlichen Situation seines Hauses. Nicht so der Choreograf. „Wir sollten nach vorn schauen, ohne zu viel an die Zukunft zu denken“, gab er als Rezept aus. Er hoffe seitens des Landes auf eine finanzielle Entspannung der Lage. „Sie bedeutet zusätzlichen Stress für die Tänzerinnen und Tänzer, den sie nicht gebrauchen können.“