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Bei so viel Regen in diesem Sommer wächst das Gemüse natürlich wie doll und verrückt, wenn sich nicht gerade die Nacktschnecken daran gütlich getan haben. Dieser Tage überreichte mir Nachbarin Christin einen 2,5 Kilo schweren Zucchino, der den Ekel-Viechern entgangen sein muss und mich einigermaßen beeindruckte. Den habe ich ob der Größe ausnahmsweise geschält, danach geachtelt, ausgeschabt und in mundgerechte Stücke geschnitten.

Eine rote und eine grüne Spitzpaprika habe ich längs halbiert, gesäubert und in Streifen zerteilt. Eine Handvoll Datteltomaten wurden halbiert, eine Zwiebel und sechs Zehen Knoblauch gehackt. Schließlich habe ich noch ein Pfund Rinderhack und 150 Gramm Schinkenwürfel bereitgestellt sowie ein paar Zweiglein Thymian und Majoran im Hochbeet gepflückt. Die Holde hat einen Pecorino im Kühlschrank gefunden und ihn gerieben.

Attacke! Wegen der Menge der Einlage habe ich erst die eine Hälfte der Zucchino-Stücke und der Paprika-Streifen in etwas Olivenöl angebraten, herausgenommen, und dann die zweite Hälfte des Gemüses mit der Pfanne bekanntgemacht. Majoran- und Thymianblättchen einstreuen. Der wieder leeren Pfanne wurde noch etwas Öl gegönnt, Zwiebel und Knobi angedünstet und Fleisch und Schinken angebraten, bis das Hack schön krümelig und appetitlich braun geworden war. Und immer mit dem Küchenspatel für Bewegung gesorgt.

Salzmühle und Pfeffermühle drehten erste Runden. Nun das Gemüse zum Fleisch gegeben, die Tomatenhälften untergehoben und noch mal drei, vier Minuten alles erwärmen. Noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Tisch. Das Gericht mit dem geriebenen Käse überstreuen und mit ein paar Spritzern Worcestersauce verfeinern.

Uns ist noch genug für den nächsten Tag übrig geblieben, was dem Essvergnügen aber keinen Abbruch getan hat. Leicht, lecker, passt unbedingt zur Jahreszeit. Guten Hunger!