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Eine öffentliche Podiumsdiskussion der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt, Mitglied im Verteidigungsausschuss, Dr. Aylin Matlé, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der DGAP und Oberstleutnant Dr. Jan Willem Roepert vom Bundesverteidigungsministerium findet am kommenden Donnerstag, 18. April, von 18 bis 19.30 Uhr, im Alten Rathaus, Alter Markt 14, in Waren statt. Das Thema: Zeitenwende vor deiner Haustür in Mecklenburg-Vorpommern: Wie Deutschland geostrategische Herausforderungen meistern kann.

Mit seiner Regierungserklärung Ende Februar 2022, kurz nach dem Überfall auf die Ukraine, hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Zeitenwende im gesellschaftlichen Diskurs platziert. Seitdem steht der Begriff im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine und markiert einen außen- und sicherheitspolitischen Wandel. Die Auswirkungen der damit verbundenen Maßnahmen haben in verschiedenen Bereichen wie Sicherheit und Verteidigung, Energie, Wirtschaft und Digitalisierung ihre Spuren hinterlassen. Ausdruck dieser Veränderungen war sicher auch die Äußerung von Bundesminister Pistorius, dass die Bundeswehr „kriegstüchtig” werden müsse. Eine Äußerung, die nicht unwidersprochen blieb.

Das Leben in Gesamtdeutschland unterliegt vielen Veränderungen, die Bevölkerung ist verunsichert und große Teile blicken skeptisch in die Zukunft. Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern wünschen sich eine transparente Kommunikation der getroffenen Entscheidungen und haben Fragen an die Verantwortlichen. Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) nimmt die aktuelle Situation zum Anlass und lädt im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe der „Aktionswerkstatt Zeitenwende” zu der öffentlichen Diskussion am Donnerstag ein.

Der Berufsoffizier Johannes Arlt begrüßt, dass im Zuge der Zeitenwende die Sicherheitspolitik Deutschlands mehr in den Fokus gerückt wird. „Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass Investitionen in die Bundeswehr dringend notwendig sind. Generell muss aber das Bewusstsein geschärft werden, dass Verteidigung viel mehr als die Bundeswehr ist. Zum Beispiel geht es um die Lösung so lebensnaher Fragen wie die der kommunalen Versorgung von Kindertagesstätten oder Seniorenheimen mit Verpflegung oder die Bargeldversorgung im Krisenfall. Bei Gesprächen mit den Menschen in meinem Wahlkreis erlebe ich immer wieder, dass die Leute sich Sorgen machen und die
politischen Veränderungen zu Ängsten führen. Hier gilt es anzusetzen, fundiert zu informieren und in den Austausch zu treten“, erklärt der Bundestagsabgeordnete.

Ziel der Veranstaltung am 18. April ist es, den Teilnehmenden einen Überblick über das gegenwärtige Geschehen zu geben und zu beleuchten, ob Deutschland für die Zukunft in einer sich wandelnden Welt gerüstet ist. Die Diskussion soll aufzeigen, wie sich außenpolitische Entwicklungen und Entscheidungen in Berlin auf die Menschen vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern auswirken. Die Fachleute bieten mit der Veranstaltung der Zuhörerschaft die Möglichkeit, sich offen über Bedenken hinsichtlich der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik auszutauschen und sich an der moderierten Debatte zu beteiligen. Jeder ist herzlich eingeladen, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen und seine Sichtweise in die Veranstaltung einzubringen.